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Güstrower Anzeiger

22. Oktober 2017 | 05:06 Uhr

Güstrow : „KneipenKultTour“, ja aber…

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zum 21. Mal findet die Kultveranstaltung am Ostersonnabend in diesem Jahr statt – jedoch erstmals ohne gemeinsames Ticket.

von
erstellt am 13.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Seit 2001 ist die „KneipenKultTour“ einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Barlachstadt. Für viele Güstrower gehört sie – ähnlich, wie Schokohasen und Eiertrudeln – zur Ostertradition. Doch in den vergangenen Jahren beteiligten sich immer weniger Gastronomen an der Kultveranstaltung. „Zuletzt waren es fünf und in diesem Jahr sind es nur noch vier Bands in vier Kneipen“, sagt Thomas Hensel vom Schnick Schnack, der die Veranstaltung vor 16 Jahren mit initiiert hatte.

„Am Anfang waren acht Kneipen dabei, zu Hochzeiten sogar zwölf“, erinnert sich Thomas Hensel an bessere Zeiten zurück. Ein Zeit lang fand die „KneipenKultTour“ sogar zweimal im Jahr statt – im Frühjahr und Herbst. Daher kann in diesem Jahr sogar bereits die 21. Auflage gefeiert werden. Doch das Interesse der Gastronomen nahm von Jahr zu Jahr stetig ab. „Wir sind oft Klinkenputzen gewesen, haben die Bands organisiert und teilweise koordiniert, damit eine gute Mischung an Stilrichtungen angeboten werden konnte“, sagt Hensel und fügt hinzu: „Viele Kneipen, die anfangs dabei waren, gibt es heute gar nicht mehr. Die Kneipenszene hat sich verändert – hin zum Gaststättengeschäft.“ Vielleicht auch ein Grund für das geringe Interesse auf Seiten der Gastronomen.

Wegen der geringen Teilnehmer, sei es den Veranstalter komisch vorgekommen für eine Kneipentour zu werben, die momentan effektiv keine mehr ist. „Dennoch wollen wir die Veranstaltung nicht sterben lassen“, stellt Thomas Hensel klar. Der etablierte Name soll bleiben, auch wenn es in diesem Jahr erstmals kein gemeinsames Ticket geben wird. Handgemachte Live-Musik gibt es aber dennoch im Heizhaus, Schnick Schnack, Barocktikum und dem Stuk. „Der Eintritt wird dann einfach direkt vor Ort bezahlt und wer schon im Schnick Schnack, Barocktikum oder Stuk war, bekommt im jeweils anderen Lokal einen Eintrittsrabatt“, erklärt Hensel die diesjährige Alternative zum gemeinsamen Ticket.

Auch Heizhaus-Betreiber Olav Paarmann bedauert die gesunkene Teilnahme an der Kneipentour. „Der Organisationsaufwand mit dem Drucken der Eintrittskarten, Werbung und Programm hat sich nicht mehr gelohnt“, erklärt er. An dem Konzept möchte er dennoch festhalten. Mit der Rostocker Band „Jackbeat“ bietet das Heizhaus daher am Ostersonnabend ab 21 Uhr ehrliche Live-Musik zum Mitsingen und -tanzen an.

Ebenfalls um 21 Uhr beginnt das Live-Programm mit „Die Andersons“ im Schnick Schnack sowie „Riot Teddy“ und „Sippel“ im Barocktikum. Um 24 Uhr startet schließlich traditionell die Osterparty im Stuk diesmal mit „Bingo & Bongo“ und DJ Bugi.

„Vielleicht lassen wir uns für nächstes Jahr wieder etwas neues einfallen, stellen die ,KneipenKultTour‘ auf andere Beine. Vielleicht wird es ja Zeit für was neues“, gibt Thomas Hensel einen Ausblick und betont: „Die ,KneipenKultTour‘ wird es weiter geben.“

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