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AWG Güstrow : Klosterhof: schwer, aber machbar

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim plant Baustart im Spätherbst. Verhandlungen mit Stadt laufen noch.

von
erstellt am 26.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Vor zwei großen Herausforderungen steht die Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim (AWG) dieses Jahr: Nach der Fusion mit der Wohnungsgenossenschaft Parchim will die AWG weiter wachsen. „Es steht die Entscheidung an, ob wir mit der Wohnungsgenossenschaft an der Elde in Grabow fusionieren“, sagt der AWG-Vorstandsvorsitzende Norbert Karsten. Als zweite große Herausforderung bezeichnet der 68-Jährige die Baumaßnahme Klosterhof in der Güstrower Altstadt – mit einem Investitionsvolumen von ca. neun Millionen Euro das bisher größte Neubauvorhaben der AWG überhaupt. „Das Projekt ist schwierig. Der gesamte Klosterhof ist schwierig. Aber wir wollen es“, sagt Karsten.

Noch laufen die Verhandlungen zwischen AWG und Stadt zu baulichen Details. „Von beiden Seiten gibt es immer wieder Änderungswünsche“, sagt Bürgermeister Arne Schuldt. Ihm liegt dabei besonders das marode Gebäude Pferdemarkt 45 am Herzen, das zwar nicht denkmalgeschützt, aber seiner Meinung nach „von besonderer städtebaulicher Bedeutung“ sei. Schuldt hat durchgedrückt, dass die AWG den Pferdemarkt 45 in die Gesamtbaumaßnahme Klosterhof integriert und das alte Haus saniert. Die Stadt hat der AWG laut Bürgermeister zugesagt, Mitte des Jahres die nicht mehr sanierungsfähigen Anbauten des Gebäudes abzureißen. Schon in der Stadtvertretersitzung am 9. Februar will Schuldt das Verhandlungsergebnis mit der AWG vorlegen. Und Karsten geht optimistisch davon aus, dass die AWG „im Spätherbst, spätestens aber im Frühjahr 2018“ mit der Baumaßnahme starten kann.

Doch bisher sind die beantragten Fördermittel für den Klosterhof in einer erwarteten Höhe von rund zwei Millionen Euro noch nicht bewilligt. „Wir gehen jedoch fest davon aus, dass die Fördermittel kommen. Aber klar ist auch, dass wir finanziell in Vorleistung gehen müssen“, so Karsten. Geplant sind auf der Freifläche am Klosterhof vier neue Gebäude. Der Bau eines dieser Häuser mit fünf Wohnungen für Familien soll noch Ende des Jahres beginnen. Insgesamt entstehen bis zum Jahr 2020 vier Häuser auf der Freifläche. Dazu kommt eine Parkfläche sowie ein Platz für den alten Güstrower Kirschbrunnen, den Karsten „als Stele, nicht als Brunnen“ hier aufstellen möchte. Inklusive des zu sanierenden Pferdemarktes 45 entstehen so in der Altstadt 30 neue Wohnungen.

Neben diesem Großvorhaben beschäftigt die AWG die eventuelle Fusion mit der Wohnungsgesellschaft in Grabow. Die Grabower würden 400 Wohnungen in die Genossenschaft mit einbringen. Bisher verfügt die AWG über 3230 Wohnungen in Güstrow, Krakow am See und Parchim. 3759 Mitglieder zählt die AWG aktuell. „Der Trend geht zu größeren Einheiten“, sagt Marco Mischinger, Stellvertreter von Karsten, zur geplanten Fusion. Zu wachsen sei eine Möglichkeit, Qualität zu bieten und in Zukunft besser bestehen zu können. „Wir glauben, dass die Fusion sinnvoll ist“, unterstreicht der 39-jährige designierte Nachfolger von Karsten. Im Juli ist eine außerordentliche Vertreterversammlung zu diesem Thema geplant.  

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