Güstrow : Kleingärtner spendieren ein Insektenhotel

Die Bauzeichnung für d as Insektenhotel ist bereits fertig. Rilana Hennecke freut sich auf die Umsetzung.
Die Bauzeichnung für d as Insektenhotel ist bereits fertig. Rilana Hennecke freut sich auf die Umsetzung.

Kreisverband der Gartenfreunde lobt einen Wettbewerb unter Kindertagesstätten aus.

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12. März 2018, 05:00 Uhr

Der Kreisverband der Gartenfreund Güstrow möchte ein Insektenhotel verschenken und hat dabei die Kindertagesstätten im Blick. Kitas, die sich darum bewerben möchten, sind aufgefordert, ein wunderschönes Bild unter dem Motto „Frühlingswiese“ bis 5. April beim Kreisverband einzureichen. „Der Gewinner bekommt das Insektenhotel. Selbstverständlich bauen wir es gemeinsam auf“, informiert Rilana Hennecke, Geschäftsführerin des Kreisverbandes.

Das Verschwinden von Insekten ist nicht nur ein Problem für Obstbauer und Landwirte, jeder Kleingärtner ist auf die Arbeitsleistung der kleinen Viecher angewiesen, will er auf seiner Parzelle auch ordentlich etwas ernten. Neben der Pflege von Pflanzen, die Insekten besonders mögen, ist das Aufstellen so genannter Insektenhotels eine Variante, um den fleißigen Helfern Lebensraum zu schaffen. „Wir werden uns beim Frühlingsfest auf dem Gelände des Hagebaumarktes in Güstrow präsentieren“, kündigt Rilana Henneke an. An diesem Sonnabend, 7. April, sollen die Insekten eine besondere Rolle spielen. „Wir werden das Skelett eines Insektenhotels in der Größe zwei Meter, mal 1,10 Meter vorbereiten und es dann gemeinsam mit Kinder ausstatten“, berichtet die neue Geschäftsführerin. Dazu werden die Kleingärtner allerlei Materialien sammeln, mit denen Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen usw. etwas anfangen können. Außerdem werden die Kinder auch in Töpfen selbst etwas aussäen können. „Wir wollen ganz bewusst die Kinder ansprechen und ihnen vielleicht ein bisschen Lust auf Garten machen“, erklärt Rilana Hennecke die Aktion. Selbstverständlich wolle man gleichzeitig auch Erwachsene ansprechen. Oftmals sei es in der Vergangenheit zu ruhig um den Kreisverband der Gartenfreunde gewesen. „Wir wollen wieder mehr auf uns aufmerksam machen, uns ins Bewusstsein der Menschen bringen“, betont die Geschäftsführerin.

Nach wie vor sei der Leerstand in den Kleingartenanlagen ein enormes Problem. Dennoch sei auch erkennbar, dass sich ein Wandel vollziehen könnte. Viele ältere Kleingärtner müssten aus Gesundheitsgründen ihre Parzellen aufgeben. Nach und nach würden sich aber wieder junge Leute dafür interessieren. Rilana Hennecke sieht hier zwei Gruppen, die, die ihr eigenes Biogemüse anbauen und ernten möchten, und jene, die am Wochenende eine kleine grüne Oase genießen möchten. Diese Entwicklung zeige sich in Güstrow bisher noch eher als zartes Pflänzchen, sei noch nicht stark genug. „Deshalb wollen wir insbesondere junge Familien ansprechen“, betont die Verbandsgeschäftsführerin.

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