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Tansaniakreis Güstrow : Kleines Weizenkorn trägt viele Früchte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Seit zehn Jahren engagiert sich der Tansaniakreis Güstrow für Projekte im ostafrikanischen Mtii

In der kommenden Woche reist der Güstrower Arnold Fuchs nach Tansania. Er hat Spenden des Tansaniakreises Güstrow im Gepäck, mit denen Projekte in der ostafrikanischen Stadt Mtii unterstützt werden. Sein wichtigster Auftrag aber lautet, zu schauen, wie die zweite Phase des Wasserprojektes mit einer Gesamtsumme von 45 000 Euro vor Ort umgesetzt werden kann. Es ist das bisher umfangreichste Güstrower Projekt, das in Mtii im Nordosten des Landes gestartet wurde. Inzwischen fließt das Wasser. Dafür hat Fuchs zwei Männer zur Unterstützung an seiner Seite. Wasserbauingenieur Ulf Engfer und Paul Turnier, der sich mit kommunalen Satzungen bestens auskennt. Beide werden ihn auf der Reise begleiten.

Seit zehn Jahren besteht der Tansaniakreis Güstrow in diesem Jahr. „Der Anfang war nicht einfach“, erinnert sich Dorina Mania. Damals habe der Kreis eine „Anschlussstelle“ gesucht, die er beim Kirchenkreis gefunden habe. Dort war er auch lange angegliedert. Seit Juni 2010 ist er in Trägerschaft der Domgemeinde Güstrow. Ziel war es, eine Partnerschaft mit einer Kirchgemeinde in Tansania aufzubauen. Regelmäßig kommen mittlerweile Gäste aus Mtii in die Barlachstadt. Initiatoren für die Initiative waren damals Martina Domann aus Güstrow und Hans Kasch aus Schwerin. Sie waren es, die im Januar 2004 eine erste Zusammenkunft organisierten. Heute zählt der Kreis 14 Mitstreiter.

Von Anfang an dabei war Arnold Fuchs. Er ist sicher, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder man möge das Land nicht oder man werde mit einem „Afrika-Virus“ infiziert. „Letzteres trifft für mich zu“, sagt der Güstrower. Er war schon oft in Tansania, ist für das Wasserprojekt vom Tansaniakreis der „Projekt-Manager“. Auch das Waisenprojekt hat er vor Ort unterstützt. „Da habe ich anrührende Erlebnisse gehabt, bin Aidskranken begegnet. Für meine damaligen Gefühle gibt es in der deutschen Sprache gar keine Worte“, erzählt er.

Zur gelebten Partnerschaft gehört, dass man voneinander lernt und sieht, wie die Freunde in Tansania ihren Alltag gestalten. Dorina Mania wurde durch den Besuch in dem afrikanischen Land ein Stück weit aufgerüttelt. „Ich habe eine ganz andere Beziehung zu unserem Wohlstand bekommen. Dort wird auf Strom gewartet und auch Wasser gibt es nicht immer“, erzählt sie. Durch den Glauben der Leute habe auch sie selbst eine neue Verbindung zu Gott bekommen. Martina Domann ist es gleichfalls wichtig, über den Tellerrand zu schauen. „Wie ein kleines Weizenkorn in die Erde fällt und viel Frucht bringen kann, so ist auch unsere kleine Arbeit durch viele Leute, die mit Begeisterung dabei sind, gut gewachsen“, freut sie sich.

Auf der jetzigen Reise übergibt Arnold Fuchs auch 2000 Euro für das Waisenprojekt. Das Ziegenprojekt – 16 Milchziegen und sieben Böcke werden hier an Familien gegeben – soll weiterentwickelt werden. Auch dafür gibt es aus Güstrow weitere 500 Euro. Jeden Monat trifft sich der Tansaniakreis einmal, um informiert zu bleiben und die Partnergemeinde in Ostafrika auch weiterhin zu unterstützen, zu entwickeln und zu begleiten.

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