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Güstrow : Kleine Straße – große Baustelle

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Knapp fünf Monate für Ausbau geplant – kurzer Weg zwischen Dom und Schloss auch für Fußgänger gesperrt.

Die Philipp-Brandin-Straße ist mit ihren gut 70 Metern einer der kleineren Straßen im Güstrower Zentrum. Ihre Sanierung, die am Montag begann, dürfte Autofahrer weniger aufregen, für Fußgängern allerdings finden sich unglaublich viele Hinweis- und Verbotsschilder im Umfeld. Gebaut wird hier knapp fünf Monate. Im Dezember sollte alles fertig sein, sagt Planerin Antje Kuntermann.

Manchem mag eine sehr fürsorgliche Beschilderung für Fußgänger zwischen Dom und Schloss aufgefallen sein. Dass dabei ein mobiles Hinweisschild für die Besucher des Schlosses auf dem Franz-Parr-Platz gleich neben einem Wegweiser, der ebenfalls den Weg zum Residenzschloss weist, aufgestellt wurde, mag mancher mit einem kleinen Schmunzeln quittieren. Der Grund für die fürsorgliche Leitung der Fußgängern ist der, dass die Straße nicht nur für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist, sondern auch für Fußgänger. Lediglich Anwohner sollen in ihre Häuser gelangen. „Es geht hier um die Sicherheit“, betonte Antje Kuntermann gestern am Rande einer Bauberatung vor Ort. „Die Straße ist eng, die Gehwege sind schmal“, betont die Planerin. Die Baufahrzeuge hätten aber beispielsweise auch einen Schwenkbereich. Da könne es ganz schnell für Fußgänger problematisch werden, sagt sie, derweil sich schon wieder ein Radler an ihr vorbei drängelt. Der Umweg über die Kerstingstraße sei jedem zuzumuten, appelliert die Planerin an die Güstrower das Durchgangsverbot zu akzeptieren.

Das Bauvorhaben ist wie in Güstrow üblich eine Gemeinschaftsaufgabe der Barlachstadt, vertreten durch den Sanierungsträger Big Städtebau, den Stadtwerken und des Städtischen Abwasserbetriebes. Sämtliche Ver- und Entsorgungsmedien werden erneuert bevor der grundhafte Ausbau der Straße erfolgen kann. Die Straße wird wieder ein Kopfsteinpflaster erhalten. Die bereits aufgenommenen Steine werden zum Teil wieder verwendet und durch weitere ergänzt. Für die Baumaßnahmen sind rund 175 000 Euro veranschlagt.

Autofahrer, die während der Bauarbeiten auf den Domplatz wollen, müssen die Straße Am Wall nehmen und gelangen vorbei am Brinckmangymnasium auf den Platz, wo ansonsten ein Poller die Zufahrt versperrt.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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