Oma-Opa-Projekt : „Kleine Kinder sind doch ein Menschenglück“

Verstanden sich auf Anhieb: Johanna Person (2.v.r.) und die kleine Mayra Hermann. Rechts: Beschäftigungstherapeutin Nina Schröder, links Tagesmutti Christine Schröder.
Foto:
Verstanden sich auf Anhieb: Johanna Person (2.v.r.) und die kleine Mayra Hermann. Rechts: Beschäftigungstherapeutin Nina Schröder, links Tagesmutti Christine Schröder.

Oma-Opa-Projekt im Demenzzentrum „Haus Lindeneck“ mit Kindern der Tagesmutti Christine Schröder

svz.de von
25. Juli 2014, 06:00 Uhr

Jeden Mittwoch besucht Tagesmutti Christine Schröder aus der Neuen Straße in Güstrow mit ihren fünf Schützlingen das Demenzzentrum „Haus Lindeneck“ im St.-Jürgensweg. Die Kinder zwischen ein und drei Jahren sind überhaupt nicht fremd, wie man sagt, sondern gehen gleich zielgerichtet auf die Bewohner des Heimes zu. Gemeinsam wird der Morgenkreis gestaltet, wird gesungen, getanzt, mit Bällen gespielt oder einfach Geschichten erzählt. Hoch im Kurs steht das gemeinsame Eisessen. Manchmal gehen alle in den nahen Garten, um zu sehen, ob es dort etwas zum Naschen gibt.

„Wir nennen das Oma-Opa-Projekt und praktizieren diese Treffen seit Mai“, erklärt Nina Schröder, Beschäftigungstherapeutin, und mit der Tagesmutti nicht verwandt. Sie habe das Projekt in einem anderen Heim kennen gelernt und seine Umsetzung im Demenzzentrum angeregt. „Dass es so gut funktioniert, habe ich nicht gedacht. Die Kinder fanden gleich Zugang zu den Senioren und umgekehrt ebenfalls. Manche Augen der alten Leute strahlen richtig, wenn die Kleinen kommen“, freut sich Nina Schröder. Einige Bewohner haben keine Enkelkinder oder sie wohnen weit weg. Da sind die Kinder aus der Neuen Straße mehr als Ersatz.

Die Tagesmutti war ebenfalls von der Idee begeistert. „Ich habe das Projekt den Eltern vorgestellt. Sie hatten keine Einwände, im Gegenteil, haben mich ermutigt“, versichert sie. Die Betreuerin sieht darin eine gute Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu vermitteln. „Das Projekt passt gut in mein pädagogisches Konzept“, bestätigt sie.

Begeistert ist auch Hausmeister Reinhard Pabst. „Die Kleinen sagen immer Opa zu mir, wenn sie mich sehen“, sagt er und fügt hinzu: „Kleine Kinder sind doch ein Menschenglück.“



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen