Klare Tendenz: Kreisverwaltung in Güstrow und Bad Doberan

von
20. November 2014, 22:00 Uhr

Die Kreisverwaltung soll es auch künftig in Güstrow und in Bad Doberan geben, so jedenfalls wünschen es die Mitglieder des Kreisausschusses, so empfehlen sie es den Kreistagsmitgliedern, die am 4. Dezember die endgültige Entscheidung treffen. Mit Ausnahme des Bildungsausschusses, dem es auf seiner jüngsten Sitzung an einer Beschlussfähigkeit mangelte, hatten auch alle Ausschüsse des Kreistages in den vergangenen Woche für den Erhalt beider Verwaltungsstandorte plädiert.

Dezernent Rainer Boldt hatte vor dem Kreisausschuss nochmals auf ein Gutachten verwiesen, das eine Konzentration der Verwaltung in Güstrow einschließlich des Baus eines weiteren Verwaltungsgebäudes empfiehlt. Dies sei aber allein eine Betrachtung aus wirtschaftlicher, bilanztechnischer Sicht, unterstrich Boldt.

Die politische Sicht unterstrich in der kurzen Diskussion u.a. Hartmut Polzin (SPD). Das Geld, dass man für einen Neubau ausgeben müsste, sollte seiner Meinung nach besser in Schulen und Straßen gesteckt werden. Klaus-Michael Bull (Bündnis 90/Die Grünen) unterstrich den Aspekt der Bürgernähe, der mit beiden Standorten besser gegeben sei. Karin Schmidt (Die Linke) hob die wirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Verwaltung auf die Stadt, in der sie angesiedelt ist, hervor und wollte Bad Doberan nicht diesen Verlust zumuten. „Der Bund leistet sich bis heute Ministerien in Berlin und in Bonn“, gab sie außerdem zu bedenken.

Derzeit ist die Kreisverwaltung quasi fast gerecht aufgeteilt: 361 Beschäftigte arbeiten in Güstrow, 336 in Bad Doberan. Die Entscheidung ist jetzt notwendig, weil in Bad Doberan ein Leasingvertrag für eines von drei Verwaltungsgebäuden in Bereich an der August-Bebel-Straße 2016 ausläuft. Der Landkreis muss sich entscheiden es nach Vertragsablauf zu kaufen oder das Vertragsverhältnis zu beenden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen