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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 15:10 Uhr

Langhagen : Klappe, die letzte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Abschließende Verwaltungsakte für die Gemeinde Langhagen

Schnörkellos und ohne großes Tamtam ging sie zu Ende, die Amtszeit der letzten Langhäger Gemeindevertretung. Vor der Fusion mit Lalendorf, die zeitgleich mit der Kommunalwahl am 25. Mai vollzogen wird, regelten Bürgermeister Karl Schütt und seine Mitstreiter noch die letzten zu regelnden Dinge – oder auch nicht.

Punkt 1: Straßennamen. Vermieden werden sollen damit Dopplungen mit Lalendorfer Straßen.

Am Bahnhof wird es demnach künftig „Alte Molkerei“ heißen. Alternativ stand nach einer Umfrage der Wählergemeinschaft der Name „Am Steinberg“, was aber keiner der Gemeindevertreter besser fand.

Aus der Ringstraße wird eine „Brunnenstraße“. Die hatte auch in der Umfrage einen knappen Vorsprung vor einer „Kleinen Ringstraße“.

Zur „Kleinen Seestraße“ wird die Seestraße. Der Vorschlag „Krevtseer Weg“, ausgedacht wegen des früher hier stehenden Ortsschildes, wurde ebenso verworfen wie der „Weberhof“, an den sich kaum noch jemand erinnern würde.

Und der Weg zur Feuerwehr hoch heißt ab sofort „Steinhäger Weg“. In der Umfrage hatte sich dafür die nur kleinere Mehrheit gefunden, auch weil die Feuerwehrleute sich für einen „St.-Florians-Weg“ ausgesprochen hatten. Dies jedoch erschien den Gemeindevertretern jedoch mehr zu anderen Regionen passend und auch als etwas sperrig.

Punkt 2: Altfehlbetragsumlage. In 14 jährlichen Raten von 3900 Euro will die Alt-Gemeinde Langhagen „ihren Anteil“ an der Alt-Verschuldung des alten Landkreises Güstrow abstottern. Der in Aussicht gestellte Rabatt von 3,5 Prozent bei sofortiger Begleichung würde nichts bringen, meinte Finanzexperte Markus Böckermann. Und: Wenn es Lalendorf wider Erwarten einmal besser ginge, könnte die Gemeinde ihren Rest-Schuldenanteil ja immer noch vorzeitig ablösen.

Punkt 3: Aufwandsentschädigung für den Gerätewart der Feuerwehr. Bei einer Gegenstimme hieß es hier fünfmal ja für künftig 60 Euro monatlich für den künftigen Gerätewart der künftigen Ortswehr, die nach dem 25. Mai Teil der Freiwilligen Feuerwehr Lalendorf wird. Diese Regelung entspreche jener für die anderen Lalendorfer Ortswehren, begründete Bürgermeister Schütt.

Punkt 4: Entschädigung für Bürgermeister und Gemeindevertreter. Für die letzten fünf Monate ihres ehrenamtlichen Wirkens, vom 1. Januar an, hätten sie sich noch einen höheren Satz zubilligen dürfen. Das wollte aber niemand mehr – einstimmig abgelehnt.

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