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Recknitzstadt Laage : Kita-Neubau auf der Zielgeraden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Seit Montag rollen die Möbel an / Letzte Arbeiten an den Außenanlagen / Offizielle Einweihung im September

von
erstellt am 23.Jul.2015 | 01:01 Uhr

Ein Lkw und mehrere Transporter stehen vor der Tür. Große Pakete werden hinein getragen. Im großen Pausenraum stehen Möbel in Gruppen zusammen. Alles, so erscheint es, hat seinen Platz. Hier herrscht nicht das Chaos. Alles hat System. Seit Montag wird die neu gebaute Kindertagesstätte in Laage eingeräumt. Die Volkssolidarität als Träger der Kita „Knirpsenland“ nimmt rund 250 000 Euro in die Hand. Dann sei alles – fast alles – neu und runde das einzigartige Projekt in der Recknitzstadt ab, betont Monika Zöller, Fachbereichsleiterin Kindertagesstätten beim VS-Kreisverband Mecklenburg-Mitte.


Ab 10. August erobern Kinder ihr neues Reich


„Ein bisschen Bammel hatte wir schon zu Anfang der Woche“, gesteht Kita-Leiterin Marita Osterloh. Aber mit den Männern der Marlower Möbel GmbH sei es ein wunderbares Arbeiten. Nach Plan und wohlüberlegt wird ein Raum nach dem anderen im neuen Kita-Gebäude ausgestattet. „Außerdem haben wir Frau Zöllner mit einem geschulten, neutralen Blick an unserer Seite“, betont Marita Osterloh. Nur ganz wenige Sachen werden aus der alten Kita mitgenommen. Die Leiterin nennt Bücher, Spiele, Beschäftigungsmaterial und Geschirr. Am Freitag sollen alle Möbel im neuen Haus an ihrem Platz stehen. Eine Woche später am 31. Juli wird dann umgezogen, berichtet Marita Osterloh. Danach werden die Kinder im alten Haus eine spielzeugfreie Woche erleben, bevor sie ab dem 10. August ihr neues Domizil erobern können.

„Wir haben auch ganz viel neue Technik im Haus, in die wir uns hineindenken müssen“, erzählt die Kita-Leiterin weiter. Ein elektronisches Türsystem wird die Kita zu bestimmten Zeiten verschließen. „Das Haus ist so weitläufig, dass wir nicht ungesehen die Leute ein und aus gehen lassen können“, erklärt Monika Zöllner. Das gelte auch für die Kinder. Als weiteres Beispiel nennt sie ein Alarmsystem.


Zwei Hortgruppen bleiben in der Schule


Im neuen Haus haben alle Altersgruppen ihre Bereiche: der Krippenbereich für 42 Kinder, der Kindergarten (105 Plätze) und der Hort mit 132 Plätzen. Letzteres reicht allerdings nicht aus, muss Monika Zöllner gestehen. Man habe wieder so viele Hortanmeldungen, dass auch weiterhin wie schon in den vergangenen Jahre zwei Gruppen (44 Kinder) im Haus der Grundschule am Nachmittag betreut werden.

Die Gestaltung der Außenanlagen mit Spielplätzen ebenfalls für alle Altersgruppen liegt in den letzten Zügen. Der Rasen ist angesät. Er sprießt bereits. Dazu läuft die Bewässerung. „Eine Rollerbahn mit Berg und Tunnel durchzieht das gesamte Gelände“, berichtet Marita Osterloh und weist als nächste auf eine große Sandkisten mit kleinem Bagger und einer Matschstrecke hin. Die Vorfreude sprudelt nur so aus ihr heraus.

Seit Jahren arbeitet die Kita unter bescheidenen Umständen. Eine Sanierung des alten Gebäudekomplexes war geplant, als der Anlageskandal der VS das Vorhaben stoppte. Lange hat man aus den Gegebenheiten das Beste gemacht, bis die Stadt sich entschloss eine neue Kita bauen zu lassen und diese dann an die Volkssolidarität zu vermieten. An der Stelle der alten Grundschule, die am Ende auch noch abbrannte, entstand das neue Haus. Rund 3,6 Millionen Euro investierte die Stadt und mühte sich erfolgreich um größtmögliche Förderung, so dass sich der städtische Eigenanteil am Ende auf rund 365 000 Euro beläuft. Im September, so bestätigt Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst, soll eine offizielle Einweihung stattfinden. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. 

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