Kita-Umzug : Kita „Bärenhaus“ wartet auf Sanierung

Die Kinder der Kita „Bärenhaus“ fühlen sich besonders im Außenbereich ihres Ersatzgebäudes wohl. Seit Juni wrden sie in der Hamburger Straße betreut.
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Die Kinder der Kita „Bärenhaus“ fühlen sich besonders im Außenbereich ihres Ersatzgebäudes wohl. Seit Juni wrden sie in der Hamburger Straße betreut.

Umbau verzögert sich: Betreuung übergangsweise in alter Hasenwaldschule

svz.de von
01. September 2015, 06:00 Uhr

Blickt man von der Hamburger Straße aus auf die ehemalige „Schule am Hasenwald“, ist es kaum vorstellbar, hier überhaupt noch jemanden anzutreffen. Beim Betreten des früheren Schulhauses wird aber sofort klar: Hier müssen Kinder sein. Wegen der Sanierung ihres Gebäudes am Bärstämmweg wird der Alltag in der DRK-Kita „Bärenhaus“ seit Juni in der Ex-Hasenwaldschule gemeistert.

„Wir haben mit ganz viel Farbe und Kreativität die alten Klassenräume schön gemacht und dafür alle ins Boot geholt: Eltern Erzieher, Firmen“, erzählt Karina Ihde. Die stellvertretende Leiterin der Kita sieht die Unterbringung im Ersatzgebäude durchaus positiv: „Man lernt mit den Gegebenheiten umzugehen.“ Dabei hält sie sich ganz an das Kitamotto: „Gemeinsam lernen, wie Leben geht.“ Im ehemaligen Schulhaus sei immerhin genug Platz, da könnten sich die Kinder frei bewegen und sich austoben. „Wir haben uns hier von Anfang an wohlgefühlt, Kinder und Eltern haben es super angenommen“, berichtet Kitaleiterin Kathrin Lüdecke. Der Betrieb laufe problemlos und unverändert weiter. Dafür musste der Innenbereich des Plattenbaus allerdings provisorisch für die Kleinsten eingerichtet werden, beispielsweise die Sanitäranlagen.

Der angestammte Standpunkt der Kindertagesstätte, der Wende-Bau am Bärstämmweg, wird generalsaniert. Das hätte eigentlich schon längst losgehen sollen, doch für den Startschuss wird noch auf Fördermittel gewartet. Die Richtlinien für den Einsatz der Gelder des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) werden noch vom Wirtschafts- und vom Sozialministerium in Schwerin ausgehandelt, das hätte schon Anfang des Jahres erledigt sein sollen. Mit der Verschiebung verzögere sich nun auch der Umbau der Kita, gibt Manuela Hamann Auskunft. Die Sprecherin des DRK-Kreisverbandes Güstrow meint aber, dass es wohl bald losgehen könne. Denn umfangreiche Umbauarbeiten stünden auf dem Plan, und das Ersatzgebäude nur für ein Jahr zur Verfügung. In dem Gebäude am Bärstämmweg sollen unter anderem die Dämmung, Elektrik, Wasserversorgung, Fenster und auch die Raumaufteilung erneuert werden. Außerdem wird die Kita barrierefrei. Dafür soll ein Fahrstuhl, gefördert von der Aktion Mensch, eingebaut werden, denn Rollstuhlfahrer kamen bisher nur ins Erdgeschoss. Nach der Sanierung wird es in der Kita eine zusätzliche Krippengruppe geben. Auch eine Begegnungstätte für Senioren der Güstrower Weststadt, Treffpunkt für Kurse, Vorträge oder einfach nur zum Kaffeetrinken, soll eingerichtet werden, sagt Manuela Hamann.  

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