zur Navigation springen

Güstrower Weststadt : Kita „Bärenhaus“: Alles wird gut

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gestern wurde der Grundstein für die Sanierung und den Umbau zu einem sozialen Zentrum in Güstrows Weststadt gelegt.

von
erstellt am 25.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Für Emil Hammitsch und Moritz Bohnet war es gestern ein ganz besonderer Tag. Die beiden Jungen gingen MV-Wirtschaftsminister Harry Glawe bei der Grundsteinlegung für die Kindertagesstätte „Bärenhaus“ zur Hand. Emil Mammitsch übergab im Auftrag des Ministers den Fördermittelbescheid über 700 000 Euro an Reinhard Frankenstein, Präsident des DRK-Kreisverbandes Güstrow. Moritz Bohnet legte die Schatulle mit allerlei Informationsmaterial ab, bevor sie eingemauert wurde. In der Güstrower Weststadt wird die Kita „Bärenhaus“ saniert und so umgebaut, dass sie zu einem Treffpunkt der Generationen wird. Neben der Krippe und dem Kindergarten wird Platz für eine Seniorenbegegnungsstätte sein.

Derweil ist die Sanierung bereits in vollem Gange. Jetzt aber gab es endlich den Fördermittelbescheid. Schon seit 2010 ist der DRK-Kreisverband als Träger der Kita in der Spur, ließ sich nicht beirren, bereitete alles vor und löste Planungsaufträge aus. „Vor nicht allzu langer Zeit war noch gar nichts sicher, aber Peter Struve behielt die Nerven“, betonte gestern Bürgermeister Arne Schuldt und sprach von einem Krisengespräch in letzter Minute, das die Rettung brachte.

Vor Ort hätten alle an das Vorhaben geglaubt, sagte Kita-Leiterin Kathrin Lüdecke. Über Jahre sei das 1989/90 gebaute Kita-Gebäude „geflickt, gemalert und verschönert“ worden, nun freue man sich über die grundlegende Sanierung. Die 129 Kinder und ihre 22 Erzieherinnen seien derweil in der Hamburger Straße untergekommen. Nach der Sanierung verfügt die Kita über 136 Plätze. Schon seit 2006 arbeite man mit integrativen Gruppen. Derzeit würden in fünf Gruppen 20 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf betreut werden, informiert die Kita-Leiterin.

Gespannt sei sie auf das künftige Miteinander von Kita und Seniorenbegegnungsstätte. „Großeltern und Urgroßeltern können sich dann beim Sport, beim Geschichten erzählen oder beim gemeinsamen Kochen näher kommen“, schaut Lüdecke in die Zukunft und verbindet dies mit einem Wunsch: „Möge sich das Wohngebiet so entwickeln, dass junge Familien hier ein Zuhause finden.“ Dazu sei es hilfreich, wenn es für das Stadtumbaugebiet Weststadt neben den Städtebaufördermitteln für die Kitasanierung künftig auch eine finanzielle Unterstützung für den Ausbau von Straßen, Wegen und Plätzen gebe, formulierte Güstrows Bürgermeister Schuldt. Vor diesem Hintergrund sehe er die Ampel für die Entwicklung des Wohngebietes am Bärstämmweg auf Grün gestellt.

Bis Ende des Jahres sollen Sanierung und Umbau der Kita abgeschlossen sein. Rund 1,7 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Neben dem Land verwies DRK-Chef Peter Struve auf weitere Förderer (u.a. Aktion Mensch) und darauf, dass man künftig u.a. durch eine effektive Wärmedämmung jährlich rund 50 000 Euro Betriebskosten werde sparen können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen