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Diebstahl Friedhof : Kirche verurteilt Diebstahl als pietätlos

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Diebstahl von Gräbern ist ein bekanntes Problem – nun reagiert die Landeskirche auf den jüngsten Vorfall in Güstrow.

von
erstellt am 15.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Enkelin Ronja hatte ihrem verstorbenen Großvater ein Geschenk aus Norwegen mitgebracht und auf sein Urnengrab auf dem Güstrower Friedhof gestellt. Das wurde gestohlen. Deshalb schrieb die Frau einen rührenden Brief und hinterließ ihn am Grabstein (SVZ berichtete). SVZ-Leser Erhard Krüger entdeckte den Appell der jungen Frau an die Täter und verurteilte derartige Diebstähle. „So etwas passiert immer wieder und ich finde es unmöglich, dass es Menschen gibt, die etwas von anderen Gräbern wegnehmen“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Nun reagierte auch die Friedhofsverwaltung der Evangelischen Kirche auf den Vorfall.

„Leider kommt es immer wieder vor, dass Grabschmuck und Pflanzen bis hin zu Grabsteinen und Grabeinfassungen gestohlen werden. Als Kirche und Friedhofsträger können wir solche Taten nicht nachvollziehen und verurteilen diese als pietätlos“, informiert deren Pressesprecher Christian Meyer. „Gräber sind liebevoll gepflegte Orte der Erinnerung an einen verstorbenen Menschen. Nicht nur bei einem aktuellen Trauerfall trifft es die Angehörigen daher hart, wenn Gegenstände vom Grab verschwinden“, so Meyer weiter.

Friedhöfe sollen bewusst allen Menschen offen stehen und nicht verschlossen sein, weiß Meyer und unterstützt damit auch die Auffassung von Güstrows Friedhofsverwalter Holger Büttner. Gerade die Bewegung – auch durch Passanten – auf dem Friedhof halte so manchen Dieb ab, ist sich Büttner sicher. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Friedhofsgäste seien für dieses Thema sensibilisiert, informiert Büttner.

„Diebstähle sollten konsequent angezeigt werden. Von Grabsteinen, schmiedeeisernen Zäunen etc. sind bei der Polizei am besten Fotos vorzulegen, damit Schrotthändler informiert werden können“, rät Christian Meyer. Auch vor dem Hinterlassen von Wertgegenständen im Auto warnt Meyer, denn „neben den Diebstählen von Grabschmuck, kommt es leider auch immer mal wieder zu aufgebrochenen Autos bei Trauerfeiern oder Friedhofsbesuchen.“

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