Tolstoi-Halle saniert : Kinder weihen Sporthalle ein

Kira (l.) und Anna nahmen gleich die Kletterstangen in Beschlag.
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Kira (l.) und Anna nahmen gleich die Kletterstangen in Beschlag.

DRK-Kreisverband Güstrow sanierte Halle am Tolstoiweg für knapp 290 000 Euro und stellt sie auch Schulen und Vereinen zur Verfügung

svz.de von
20. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Mit einem Sportfest, an dem die Kinder der DRK-Tagesstätten „Zwergenhaus“, „Südlichter“, „Bärenhaus“ und „Biene Maja“ teilnahmen, wurde gestern die sanierte Sporthalle am Tolstoiweg eingeweiht. Ursprünglich sollte das schon am 6. Dezember passieren, doch das Sturmtief Xaver war dazwischen gekommen.

Zur Eröffnung der ersten vom DRK-Kreisverband Güstrow getragenen Sporthalle erzählte Vorstandschef Peter Struve den Kindern das Märchen von „Frau Halle“. Frau Holle? Kennen wir schon, winkten die jungen Sportler ab. Aber „Frau Halle“ ging anders: Sie wurde 1973 gebaut und 20 Jahre später das erste Mal saniert. Als das Ernst-Barlach-Gymnasium im Tolstoiweg aufgelöst wurde, wurde es auch um die Sporthalle ruhig. Langer Leerstand und Vandalismus fügten dem Bau großen Schaden zu. Auch ein Abriss war im Gespräch. Mit der Übernahme durch das DRK änderte sich das. „Plötzlich waren da wieder fleißige Menschen, die sich mit unserer ‚Frau Halle’ beschäftigten. Sie reparierten, bauten, montierten, malerten und putzten sie von innen und außen“, erzählte Struve den Kindern. Tatsächlich war das kein Märchen, sondern Realität, wie das stimmungsvolle Sportfest bewies.

„Unter anderem haben wir das Dach repariert, die Außenhaut saniert und beschichtet, die sanitäre Ausstattung erneuert, eine neue Haustechnik installiert und eine befestigte Zuwegung geschaffen“, zählte Jens Theege vom Architekturbüro „Baupartner“ auf. Sein Büro hatte auch die Sanierung vor 20 Jahren verantwortet. Mit knapp 290 000 Euro – darunter Fördermittel, Eigenmittel des DRK und Zuschüsse der Barlachstadt – blieben die Arbeiten im finanziell vorgegebenen Rahmen.

Über die Auslastung der Sporthalle macht sich Struve keine größeren Sorgen. Neben den Kindern aus den DRK-Kitas werde man auch Seniorensport anbieten. Dafür eigne sich der neu geschaffene Gymnastikraum besonders gut, versicherte er. Außerdem lägen schon Anfragen von Kitas anderer Träger sowie von Sportvereinen der Stadt vor. Seit kurzem nutzen auch Schüler der Freien Schule und die internationale Schule Ecolea die Halle für den Sportunterricht. „Wir haben unseren Sportunterricht in den vergangenen Wochen in verschiedenen Hallen durchführen müssen. Nun haben wir hier am Tolstoiweg ein geräumiges Zuhause gefunden und können für unsere zirka 150 Schüler einen qualitativ hochwertigen Sportunterricht anbieten“, freute sich Heike Wolter, Sport- und Biologielehrerin an der Ecolea.

Nachdem die Kinder sich gestern an den verschiedenen Sportstationen verausgabt hatten, bekamen sie noch Besuch vom Weihnachtsmann. Er lobte die Fitness der Kleinen und beglückwünschte das DRK zu seiner neuen Sporthalle.





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