Weihnachtsfeier der Senioren : Kinder stimmen auf Weihnachtszeit ein

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Feier der Senioren gestern im Diekhofer Dorfgemeinschaftshaus / Programm der Grundschüler

svz.de von
11. Dezember 2013, 18:02 Uhr

Ohne Weihnachtsfeier für die Senioren wäre es in Diekhof nicht gegangen. Etwa 60 Frauen und Männer waren gestern Nachmittag ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen, um gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen. Mancher hatte schon befürchtet, dass es mit der Zusammenkunft in diesem Jahr nichts wird. Bekanntlich gibt es nach den Rücktritten im Sommer in Diekhof keinen Bürgermeister und keine Gemeindevertretung mehr. Gefeiert wurde gestern dennoch.

„Sonst hat die Gemeinde die Feier organisiert. Diesmal haben wir es als Ortsgruppe der Volkssolidarität in die Hand genommen“, erklärt Monika Christian, die dieser Gruppe seit einigen Monaten vorsteht. Auch Annegret Bremer, viele Jahre Gemeindevertreterin, war es ein gewichtiges Anliegen, die Tradition der Adventsfeiern nicht abreißen zu lassen. Zwei Sponsoren habe man gefunden, erzählt Monika Christian. „Und alle, die wir ansprachen, haben Kuchen gebacken“, fügt Annegret Bremer hinzu. So viele hätten sich auf die Zusammenkunft gefreut. Die habe man nicht enttäuschen wollen. „Viele haben jahrelang in der Landwirtschaft zusammen gearbeitet. Und heute trifft man sich nicht mehr so oft. Wer geht im Winter schon viel vor die Tür“, stellt Annegret Bremer fest. So habe man schon vorab eine sehr positive Resonanz gespürt, betont Monika Christian. Weil die Senioren Auftritte von Kindern stets schätzen, waren auch diesmal wieder die Grundschüler unter der Leitung von Karina Schwanke mit einem weihnachtlichen Programm zur Feier gekommen und erhielten viel Beifall.

„Man kennt alle Leute hier und kann mit ihnen plaudern“, erklärt Wilhelm Schuldt (77) aus Pölitz sein Kommen. Themen gebe es genug. Neben der Landwirtschaft, mit der sich viele verbunden fühlen, sei die Situation der Gemeinde zweifellos ein Thema. „Ich finde es nicht gut, dass Bürgermeister und Gemeindevertretung zurückgetreten sind“, betont der Pölitzer. Man könne auch angesichts größter Schwierigkeiten nicht einfach die Flinte ins Korn werfen, sondern müsse kämpfen, meint Wilhelm Schuldt. Auch Irmgard Klammert (84) ist besorgt. „Dass es im reichen Deutschland so weit kommen muss, kann ich nicht verstehen“, sagt sie.

Übrigens kann man sich am 18. Dezember, 14.30 Uhr, erneut im Diekhofer Dorfgemeinschaftshaus treffen. Dann singt der Chor unter Leitung von Diethard Düsterhöft. Auch Kaffee und Kuchen gibt es.

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