Kita Gross Grabow : Kinder gärtnern nach ökologischem Regeln

Große Freude in der Kita „Schneckenhaus“ : Karl Leopold Fahning hält die Plakette „Natur im Garten“ in Händen. Fotos: REgina Mai
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Große Freude in der Kita „Schneckenhaus“ : Karl Leopold Fahning hält die Plakette „Natur im Garten“ in Händen. Fotos: REgina Mai

Plakette „Natur im Garten“ an Kindertagesstätte „Schneckenhaus“ in Groß Grabow verliehen.

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17. Juni 2016, 05:00 Uhr

Das Unkraut muss gezupft werden, damit Tomaten, Gurken,Paprika, Salat und Kohlrabi Platz haben und besser wachsen können, weiß Nele Juron Pendel (6). Nils Hans Sager (6) erzählt, dass täglich im Gewächshaus gegossen werden muss. „Weil es im Gewächshaus warm ist“, erklärt er. Durch das Dach käme auch kein Regen an die Pflanzen. Das erstaunliche Wissen der Kindergartenkinder im „Schneckenhaus“ in Groß Grabow wurde jetzt mit der Verleihung der Plakette „Natur im Garten“ belohnt. Damit geht auch ein Projekt zu Ende, nicht aber das Thema Garten als wichtiger Teil des lebensbezogenen Ansatzes, nach dem in der privat geführten Kindertagesstätte in Groß Grabow gearbeitet wird.


Viel gewusst, aber noch viel mehr dazu gelernt


Alles, so berichtet Doreen Rüter, hatte mit einer Abschlussfahrt der Vorschulkinder ins Agroneum nach Alt Schwerin im vergangenen Jahr begonnen. Dort lernte man Manuela Salchow, Schulgartenbetreuerin beim Landschaftspflegeverband „Mecklenburger Endmoräne“, in dessen Regie die Aktion „Natur im Garten“ läuft, kennen. „Der Garten und die Vermittlung von Wissen zum Umgang mit Pflanzen gehörte bei uns schon lange dazu“, erklärt Doreen Rüter. Das Interesse war geweckt. Schnell war man sich über ein gemeinsames Projekt „Natur im Garten“, das sehr gut in die Kita „Schneckenhaus“ passt, einig. Seit September vergangenen Jahres kam Manuele Salchow regelmäßig nach Groß Grabow. „Wir haben viel gewusst, aber noch viel mehr dazu gelernt“, erzählt Doreen Rüter, die zusammen mit Gabriele Lakatsch die Kita als GbR betreibt. Hatte man zuvor eher konventionell im Garten gearbeitet, rückte nun der ökologische Ansatz in den Vordergrund. Jetzt wachse der Kohlrabi auch unter Beerensträuchern und der Rasenschnitt komme als Mulchschicht zwischen die Erdbeeren und unter die Sträucher.

Das Gärtchen allein hätte für die Anerkennung nicht genügt, berichtet Manulea Salchow. Einbezogen wurde das gesamte Freigelände. Hier wachsen u.a. Holunder und viele Obstbäume. Gerade sei die Zeit, Holunderblütengelee zu kochen, berichtet Doreen Rüter. Obst verarbeite man auch zu Marmeladen. Aus verschiedene Minzen – frisch oder getrocknet – bereite man Tees für die Kinder. „Wir sind hier auf dem Dorf von Natur umgeben und möchten den Kindern etwas mitgeben, was ihnen im späteren Leben von Nutzen sein kann“, betont Doreen Rüter. Gartenwissen gehöre dazu.

20 Plaketten „Natur im Garten“ wurden kürzlich an private Gärtner, Schulen und Kitas sowie öffentliche Einrichtungen in MV verliehen. Neben der Kita „Schneckenhaus“ in Groß Grabow können künftig auch die Gärten von Familie Trost in Neu Mierendorf und von Familie Mintkewitz in Wattmannshagen mit der Plakette „Natur im Garten“ auf sich aufmerksam machen.

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