Kinder-Kunst-Kompass : Kinder erleben Kultur in Güstrow

Auf den Kinder-Kunst-Kompass ist Heidemarie Beyer vom Kunst- und Altertumsverein Güstrow sehr stolz.
Foto:
Auf den Kinder-Kunst-Kompass ist Heidemarie Beyer vom Kunst- und Altertumsverein Güstrow sehr stolz.

Der Kunst- und Altertumsverein Güstrow hat wieder jede Menge Freizeit-Tipps für die Sommerferien zusammengestellt

von
11. Juli 2014, 06:00 Uhr

Heute werden an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern die Zeugnisse verteilt. Sechs Wochen lang können die Kinder und Jugendlichen nun also ihre Freizeit so gestalten, wie sie möchten. Die Güstrower Schüler bekommen dabei Hilfe vom Kunst- und Altertumsverein der Barlachstadt. Seine Mitglieder geben mittlerweile seit sechs Jahren den Kinder-Kunst-Kompass heraus. In dem Flyer sind die Ferienangebote kultureller Einrichtungen zusammengefasst. Erhältlich ist er in Schulen, Tourismusinformationen – und eben jenen Institutionen, die sich sich an dem Netzwerk beteiligen.

Die Tipps sind speziell auf die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Schulalter zugeschnitten. „Es gibt hier viel Kultur zu erleben, aber die Angebote sind für Kinder oft schwer zu überblicken. Deswegen wollten wir die Einrichtungen für die Ferienzeit vernetzen“, erklärt Heidemarie Beyer vom Kunst- und Altertumsverein.


Kunsthaus fördert kreative Ader


Die Mitglieder des Vereins haben es sich auf die Fahne geschrieben, den Güstrower Kindern jeden Tag ein Angebot zu machen. Über mehrere Monate haben sie eng mit den Kultureinrichtungen der Stadt zusammengearbeitet, um alle Veranstaltungstipps zusammenzutragen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Kulturinteressierte Kinder können in den kommenden sechs Wochen aus den verschiedensten Freizeitangeboten wählen. So bietet beispielsweise die Pfarrkirche eine Turmbesteigung an. In der Uwe-Johnson-Bibliothek können Wissbegierige erfahren, wie ein Buch entsteht und die historischen Buchbestände Güstrows begutachten.

Schüler mit einer kreativen Ader können sich im Güstrower Kunsthaus austoben. „Wir haben unter anderem ein Projekt zur Street Art in unserem Programm. Außerdem kommt eine Radiomacherin, die ihre Arbeit erklärt“, verrät Bettina Korn, die Koordinatorin des Kunsthauses. Die Einrichtung öffnet in den Ferien ab 9 oder 10 Uhr. „Bei Bedarf fangen wir aber gern auch schon früher mit der Betreuung an“, sagt Bettina Korn. Eltern, die früher arbeiten müssten, könnten sich dafür im Kunsthaus anmelden.

Neben den Einrichtungen, die schon von Anfang an beim Kinder-Kunst-Kompass mitmachen, sind auch neue hinzugekommen. Einen Abstecher in die Welt der Bienen bietet beispielsweise die Imkerei Zielke an. Im Atelier Spitzer können die Ferienkinder eine Tierfigur aus Wachs modellieren.

Bei all der Organisationsarbeit war es für das Organisationsteam um Heidemarie Beyer kein Problem, die kulturellen Institutionen für den Kinder-Kunst-Kompass zu gewinnen. „Viele Einrichtungen waren von Anfang an richtig begeistert von der Idee, haben festgestellt, dass man so etwas schon viel früher hätte machen sollen“, erzählt sie.

Heidemarie Beyer hat sich jedoch nicht nur mit der Organisation beschäftigt, sondern auch schon selbst Angebote des Kinder-Kunst-Kompass ausprobiert. „Ich war letztes Jahr mit meinen Enkeln im Malmström-Museum.“ Die Darstellung der Geschichte der Güstrower Zirkusfamilie habe ihr genauso gut gefallen wie ihren Enkeln.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen