Gasteltern gesucht : Kinder aus Shodino kommen

Vor zwei Jahren hatten Kinder aus Shodino u.a. die Feuerwehr in Güstrow besucht und hatten ihren Spaß.
Vor zwei Jahren hatten Kinder aus Shodino u.a. die Feuerwehr in Güstrow besucht und hatten ihren Spaß.

Erholungsaufenthalt für Mädchen und Jungen aus Weißrussland / Für vier Mädchen noch Gasteltern gesucht

svz.de von
31. Mai 2017, 21:00 Uhr

Kinder aus dem weißrussischen Shodino sollen sich auch in diesem Jahr wieder in der Region Güstrow erholen. Von der Propstei eingeladen, wird sich die Kirchengemeinde Lüssow um die insgesamt zwölf Kinder mit zwei Betreuern kümmern.

„Am 6. Juni werde ich sie mit Wilfried Domnick aus Berlin abholen“, erklärt Thomas Körting, der seit einigen Jahren diese Aufenthalte organisiert. Er hat einige Mitstreiter, die in den zweieinhalb Wochen an seiner Seite einige Höhepunkte für die Kinder organisieren und begleiten. An den Wochenenden 10./11. und 17./18. Juni werden die Kinder in Gastfamilien untergebracht. „Für vier Mädchen suchen wir noch Gasteltern“, so der Organisator. Wer dies übernehmen könnte, möchte sich bitte unter Telefon 0174 7013230 melden.

Bereits im Februar waren einige Vertreter nach Shodino gereist, um die Kinder gemeinsam mit den Verantwortlichen der Kirchen und der Stadt auszuwählen. „Dort haben wir dann auch gleich die Tickets für den regulären Linienbus gekauft und die Reise abgesichert“, erzählt Thomas Körting. Das sei wesentlich preisgünstiger, als ein Unternehmen mit einer Extrafahrt von Shodino bis Lüssow zu beauftragen. So reisen die Kinder mit ihren Betreuern von Minsk bis Berlin. Von da an übernehmen die beiden Männer die Weiterreise ebenfalls mit einem Linienbus.

Geplant sind u.a. ein Besuch im Wildpark und im Freizeitbad „Oase“ in Güstrow sowie eine Fahrt nach Warnemünde. Die Kinder sollen auch die Möglichkeit bekommen eine Schulklasse kennen zu lernen. Für die Verpflegung der kleinen Gäste wird im Haus der Begegnung in Lüssow gesorgt. Um die zehn Helfer stehen insgesamt bereit.

Seit 1993 kommen Kinder aus sozial schwachen Familien, Halbwaisen oder mit Vorerkrankungen zur Erholung in die Region. Ihren Ursprung hat diese Hilfsaktion in der Zeit nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. In der knapp 70 000 Einwohner zählenden Stadt Shodino sind viele Menschen angesiedelt worden, die zuvor in der Nähe von Tschernobyl (Ukraine) gewohnt hatten. Im vergangenen Jahr war eine Erholungsreise nicht zustande gekommen. „Wir möchten es Kindern aber gern ermöglichen, hierher zu kommen und hoffen, sie können sich in den Tagen hier gut erholen“, so Thomas Körting.

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