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Polizei fasst in Güstrow zwei 19-Jährige : Kickboxer-Tritte und Raub in Heiliger Nacht

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Zwei Täter, die in der Heiligen Nacht in den frühen Morgenstunden des 1. Weihnachtsfeiertages in Güstrow Raubstraftaten begingen, wurden durch die Polizei noch in der Nähe des Tatortes vorläufig festgenommen.

Güstrow | Zwei Täter, die in der Heiligen Nacht in den frühen Morgenstunden des 1. Weihnachtsfeiertages in Güstrow Raubstraftaten begingen, wurden durch die Polizei noch in der Nähe des Tatortes vorläufig festgenommen.

Was war passiert? Gegen 3.20 Uhr wurden zwei 23-jährige Passanten aus Rostock und dem Landkreis Rostock in der Goldberger Straße von den Tätern angegriffen. Einer der Geschädigten konnte fliehen. Der andere wurde mit Kickboxer-Tritten und mehreren Faust- und Fußtritten zusammengeschlagen. Auch auf den am Boden liegenden Mann wurde noch eingeschlagen. Anschließend durchsuchten ihn die Täter. Ob und was die Täter dabei entwendeten war bis gestern noch nicht endgültig geklärt. Der Mann wurde mit einer Nasenbeinfraktur und weiteren Gesichtsverletzungen stationär in das Güstrower Klinikum gebracht.

Zirka eine Stunde später schlugen die Täter in der Goldberger Straße erneut zu. Dort wurde ein 20-Jähriger aus Güs trow von den Tätern ebenfalls mit Faustschlägen und Fußtritten traktiert. Auch nachdem die Täter von dem Mann die Geldbörse erhalten hatten, schlugen sie weiter auf ihn ein. Der 20-Jährige wurde ambulant behandelt.

Die Polizei fahndete umgehend mit mehreren Beamten des Güstrower Polizeihauptreviers und Hunden nach den Tatverdächtigen. Dabei wurden sie schnell fündig. Gegen 5 Uhr stellten sie die beiden 19-jährigen Täter in der Straße der DSF nach SVZ-Informationen. Dabei sei es zugegangen wie in einem Kriminalfilm, schilderten Zeugen, die wegen des Lärms, vor allem wegen des Gebells der Polizeihunde, aufgewacht waren. Eine Frau berichtete, dass sie als sie aus dem Fenster schaute einen der Tatverdächtigen auf dem Gehweg liegen sah. Polizisten hatten ihm gerade Handschellen angelegt. Die Hunde in unmittelbarer Nähe ließen sich kaum beruhigen. Andere Beobachter sagen, dass die Tatverdächtigen sowohl Russisch als auch Deutsch sprachen. Einer habe, so eine Frau, immer wieder gefordert ihn frei zu lassen, schließlich sei doch Weihnachten. Aber die Beamten zeigten sich unerbittlich und agierten schnell, sicher und umsichtig gegen die Raubstraftäter, die sich einen Dreck darum scherten, dass es die Heilige Nacht war, in der sie brutal zugeschlagen, Menschen verletzt und letztlich auch die Nachtruhe vieler Menschen gestört hatten.

Die Beamten nahmen die beiden Täter vorläufig fest. Beide sind wegen mehrerer ähnlicher Straftaten polizeilich bekannt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rostock erließ der Haftrichter am Amtsgericht Rostock gegen die beiden 19-jährigen Täter Haftbefehl. Beide wurden in die Justizvollzugsanstalt nach Waldeck gebracht.

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erstellt am 26.Dez.2011 | 06:25 Uhr

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