Offene Töpfereien : Keramiker starten in Saison

Susanne Mücket hatte gestern noch viel zu tun, ließ sich aber die notwendige Ruhe bei der Arbeit nicht nehmen.
Susanne Mücket hatte gestern noch viel zu tun, ließ sich aber die notwendige Ruhe bei der Arbeit nicht nehmen.

Tag der offenen Töpferei am 8. und 9. März / Anziehungspunkt besonders für Einheimische

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05. März 2014, 06:00 Uhr

Die Töpfer des Landes laden Sonnabend und Sonntag in ihre Werkstätten, Studios und Ateliers ein. Besucher können verschiedene Handwerkstechniken kennen lernen, sich zum Teil auch selbst ausprobieren, erfahren, was sie schon immer über die Töpferei wissen wollten, oder einfach ein paar schöne Stunden bei den Keramikern des Landes verbringen. Das Spektrum reicht von traditionellen Töpferarbeiten bis hin zu feinstem Porzellan, von Gebrauchsgeschirr bis zu künstlerischen Einzelstücken.

Jeder Keramiker hat seine eigene Handschrift. Wer beispielsweise die Keramik von Jörg Mücket aus Groß Breesen einmal gesehen hat, erkennt sie immer wieder. Es ist die Reduktionstechnik oder exakter Wechselfeuer-Technik, die die Stücke so unverwechselbar macht. In der Abkühlphase wird Sauerstoff zugegeben und dann entzogen. So entstehen das Oxenblutrot und die typische Rissbildung. Alle Hände voll zu tun hatten Jörg und Susanne Mücket gestern noch. Bis zum Mittag musste alles fertig sein, damit es noch rechtzeitig zum Brennen in den Ofen kommen konnte. Ein bisschen Stress vor solchen Terminen gehöre immer dazu, meint Susanne Mücket, die feines Porzellan herstellt und bemalt. Der Tag der Offenen Töpferei habe sich etabliert und sei für Keramiker und Keramikfreunde ein nicht mehr wegzudenkendes Ereignis am Beginn der Saison. Mückets haben ihre Stammkundschaft längst eingeladen und freuen sich darüber hinaus über jeden Neugierigen. „Dieses Wochenende ist insbesondere für die Einheimischen da“, sagt Susanne Mücket. Bei „Kunst: offen“ im Juni seien schon viele Touristen unter den Besuchern.

Und es gibt auch immer wieder etwas Neues in Groß Breesen. So hat Jörg Mücket an der Herstellung von doppelwandigen Pfeifen weiter experimentiert und denkt, dass seine Technik inzwischen ausgereift sei.

Mückets freuen sich auf interessante Gespräche am Wochenende und formulieren, „dass zum guten Ton noch Feuer, Wasser, Schlagkraft und Geduld gehören, dass wir alle eine Scheibe haben, und dass es bei uns nicht immer ganz rund zugeht“. Dazu gehören bei ihnen auch stets verschiedene Tees, Kaffees und Kuchen für die Gäste beim Tag der offenen Töpferei.

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