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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2017 | 12:17 Uhr

ehrenamt : Kennt alle Fußballplätze im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie Ehrenamt: Erich Schilling (60) ist seit 1978 als Schiedsrichter unterwegs

Wer Erich Schilling aus Güstrow kennt, weiß, wo er zu finden ist: Zumeist auf dem Fußballplatz. 1978 absolvierte er seine Ausbildung zum Schiedsrichter und ist heute noch zum Teil bei bis zu drei Spielen in der Woche der „Schwarze Mann“ auf dem Platz.

„Es macht mir großen Spaß und ich tue gleichzeitig etwas für meine Gesundheit“, sagt der 60-Jährige. Dabei hatte es der Fußball dem gebürtigen Güstrower frühzeitig angetan. Aufgewachsen in Bölkow, gehört Erich Schilling noch heute zum Vorstand des Bölkower SV. Als Spieler war er schon als Kind aktiv. „Nur während der Armeezeit habe ich mal in Berlin-Hohenschönhausen gespielt“, erzählt der Familienvater. Vor drei Jahren kickte er sogar noch bei den Alten Herren. Die nötige Kondition dafür hat er. Denn gerade als Schiedsrichter kommt bei einem Spiel einiges an Kilometern zusammen.

Nach seiner Schulzeit lernte Erich Schilling Kfz-Elektriker im Kraftfahrzeug-Instandsetzungs-Werk in Güstrow, absolvierte nach der Wende eine Umschulung und ist seit 1994 Elektroinstallateur. Erst nach der Arbeit folgt das Hobby, doch das auch jetzt noch mehrfach in der Woche. „Früher sollten wir uns in der Regel zwei Wochenenden im Monat bereit halten, jetzt bin ich fast jedes Wochenende unterwegs“, sagt Erich Schilling.

Sehr viele Fußballplätze im Landkreis Rostock kennt der Schiedsrichter, manchmal wird er bei Spielen der Landesklasse noch als Linienrichter eingesetzt. Erst vorgestern war er in Bützow bei einem Ü50-Spiel im Einsatz, gestern war er für eine Partie bei den Alten Herren auf dem Platz am Borwinseck angesetzt, heute pfeift er die B-Jugend in Teterow. „In letzter Zeit ist es häufiger so, dass ich mehrere Tage in Aktion bin“, sagt Erich Schilling.

Als Schiedsrichter sei es manchmal auch nicht so einfach, hat Erich Schilling oft genug erfahren müssen. Man sei Einzelkämpfer und müsse sich auch manchmal etwas anhören, meistens von der Mannschaft, die gerade verliert. Doch die Begeisterung für diesen Sport, die sei ungebrochen frisch. „Es ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Hier lernt man Disziplin“, ist sich der langjährige Fußballschiedsrichter sicher.

Auch wenn Erich Schilling mit seiner Frau Heilwig seit 1982 in Güstrow wohnt, dem Bölkower SV wird er treu bleiben, betont er. Und auch als Schiedsrichter möchte er noch möglichst lange aktiv sein.




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