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Natur- und Umwelpark : Keine Zeit für Winterschlaf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bis zum Saisonbeginn zu Ostern noch viele Projekte im Nup fertig stellen - Rund 150 000 Besucher im vergangenen Jahr

von
erstellt am 03.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Rund 150 000 Frauen , Männer und Kinder besuchten im vergangenen Jahr der Natur- und Umweltpark (Nup). Das sei kein Rekord. „Aber wir sind damit zufrieden“, sagt Klaus Tuscher. Dabei, so betont der Nup-Leiter, habe man es den Besuchern in diesem Jahr auch nicht immer leicht gemacht. So viele Wege im Park wurden gebaut, dass Behinderungen stets einkalkuliert werden mussten. „Es war aber sehr notwendig“, erklärt Tuscher und kündigt an, dass es zumindest in der Hinsicht im neuen Jahr ruhiger wird. Ansonsten aber soll es spannend im Nup bleiben. „Die Leute erwarten immer wieder Neues. Wir stellen uns darauf ein“, sagt Tuscher.

Der beste Monat war der Juli mit mehr als 30 000 Besuchern gewesen, berichtet Tuscher. An der Stelle sei auch aufgefallen, dass für den Nup mehr Parkplätze benötigt werden. Mancher Besucher sei nach erfolgloser Parkplatzsuche wohl anderswo hingefahren, bedauert der Nup-Geschäftsführer.


Mehr Führungen als je zuvor gebucht


Die Feste seien gut gelaufen. Die Nachtwanderungen wurden sehr gut angenommen. „Eigentlich gab es wohl fast jeden Tag irgendeine Veranstaltung“, resümiert Tuscher. Mehr als in der Vergangenheit wurden Führungen durch den Park, die von den Mitarbeitern selbst begleitet werden, gebucht. Tuscher verweist auf 700 Führungen mit zusammen fast 5000 Gästen. Rund 850 Jahreskarten wurden verkauft. Im Jahr zuvor waren es rund 700. Was schon seit einigen Jahren beobachtet wird, bestätigte sich auch 2014: Die Besucher bleiben länger. „Familien oft den ganzen Tag“, sagt Tuscher. Steigerungen seien noch möglich, wenn der bisher nicht eingefriedete und der umzäumte Teil quasi verbunden werden, wenn man mit der Eintrittskarte zwischen beiden Bereichen pendeln kann, erklärt Tuscher und ist damit schon bei den Vorhaben.


Gläserne Fischtreppe und Flugvoliere für Adler


Im Nup wird auch über den Winter gebaut. Tuscher nennt den Rad- und Wanderrundweg und die gläserne Fischtreppe gleich am Eingang des Parks. „Zu Ostern, wenn die Saison bei uns wieder beginnt, soll alles fertig sein“, betont der Nup-Chef und nennt außerdem eine Vergrößerung der Raubtier-WG. Ein Abschnitt des Hochweges solle behindertengerecht gestaltet werden. Den schönsten Blick zu den Wölfen können dann auch Rollstuhlfahrer haben. „Und endlich wollen wir eine Flugvoliere für die Adler bauen“, kündigt Tuscher an. Am höchsten Punkt des Damwildgeheges soll sie Platz finden. Zwei Steinadler und drei Seeadler leben im Nup. Letztere – ein Männchen und zwei Weibchen – seien leider noch immer ohne Nachwuchs. Vielleicht klappt es in diesem Jahr?!


Neues Design für Umweltbildungszentrum


Noch bis Ostern soll auch im Umweltbildungszentrum umgebaut werden. Es sei 14 Jahre alt. Einiges müsse bereits erneuert, anderes soll ansprechender gestaltet werden. Tuscher spricht von einem neuen Design für das Wassersystem mit Bachlauf, Wasserwand usw. Glas und Edelstahl sollen ins Spiel kommen. „Den Bachlauf wollen wir auch mit Fischen besser erlebbar machen“, erklärt Tuscher. Man orientiere sich dabei an der Nebel, die gleich vor der Haustür fließe. Insgesamt gehe es darum Qualität und Service in diesem Jahr weiter zu verbessern, als Natur- und Umweltpark zeitgemäß daher zu kommen. Zu den Neuerungen gehören drei Nup-Nächte (3. April/Ostern, 30. Oktober und 28. Dezember)

27 feste Mitarbeiter, Bürgerarbeiter, junge Leute im freiwilligen ökologischen Jahr, Buftis und Praktikanten kümmern sich 365 Tag im Jahr um die Tiere und die Besucher. „Ohne sie würde nichts gehen“, betont Tuscher und möchte auch Sponsoren und Politikern – der Nup erhält jährlich einen Zuschuss von der Stadt – danken.  

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