Flüchtlinge in MV : Keine Flüchtlinge mehr in Notunterkunft Mühlengeez

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Ende September eröffnete Notunterkunft ist aktuell nicht belegt, soll aber weiterhin vorgehalten werden.

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18. November 2015, 17:06 Uhr

In der Ende September eröffneten Notunterkunft des Landes auf dem Mela-Gelände in Mühlengeez halten sich zurzeit keine Flüchtlinge mehr auf. „Die Notunterkunft ist aktuell nicht belegt, wird aber weiter vorgehalten“, sagte gestern Marion Schlender, Pressesprecherin des Innenministeriums MV, auf SVZ-Nachfrage. Der Mietvertrag mit dem Land für das Gelände laufe bis zum 31. Dezember. Zurzeit sei keine Verlängerung des Mietvertrages angedacht. Auch sei im Moment nicht geplant, die Notunterkunft neu zu belegen.

Das bedeute jedoch nicht, dass die Flüchtlingszahlen geringer geworden wären, unterstreicht das Innenministerium. „Vielmehr stehen dem Land jetzt andere und neue Kapazitäten zur Unterbringung der Flüchtlinge zur Verfügung“, erläutert Marion Schlender. So werden z.B. die Flüchtlingsunterkünfte in Basepohl und Fünf Eichen erweitert. Auch durch die neben Horst zweite Erstaufnahmeeinrichtung in Stern Buchholz sei es zu einer Entlastung der Kapazitäten im Land gekommen. „Zudem laufen mittlerweile die Verfahren geordneter und schneller ab, so dass die Flüchtlinge schneller auf die Landkreise verteilt werden können.“

Zu Spitzenzeiten waren in der vom DRK-Kreisverband Güstrow betreuten Notunterkunft in Mühlengeez bis zu 1150 Flüchtlinge gleichzeitig untergebracht, 67 Betreuer, 21 Küchenkräfte und zeitweise bis zu 200 Ehrenamtliche kümmerten sich um die Asylsuchenden. „Unsere extra dafür eingestellten Kräfte bummeln zurzeit Überstunden ab oder haben Urlaub genommen“, sagt Manuela Hamann, Sprecherin des DRK-Kreisverbandes. Dennoch werde die Notunterkunft weiter vorgehalten, bestätigt auch sie. Zurzeit würden hier Restarbeiten bzw. kleinere Reparaturen stattfinden.

Die Betreuung der Notunterkunft in Mühlengeez war die bisher größte Herausforderung für das Güstrower DRK. Geschäftsführer Peter Struve hatte aufgrund der zu leistenden Flüchtlingshilfe von einem „Ausnahmezustand“ gesprochen. Innerhalb kürzester Zeit musste das DRK im September die Einrichtung sowie die materielle und personelle Ausstattung der Notunterkunft sicher stellen.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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