zur Navigation springen

kreistag : Keine Chance für Doberaner Flexibilität bei Abfallentsorgung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Gescheitert sind Thomas Wendt (SPD) und Thomas Jenjahn (Bündnis 90/Die Grünen) mit ihrem Antrag die gerade beschlossene Abfallsatzung des Landkreises, die 2016 in Kraft tritt, zu ändern. Thomas Wendt bemängelt, dass das Güstrower System der Abfallentsorgung künftig für den gesamten Landkreis Rostock gelten soll und bezweifelt, dass das für die Bürger in jedem Fall günstiger sei. „Auch das Doberaner System hat sich über 20 Jahre bewährt“, betonte Wendt und denkt dabei insbesondere an die flexible Handhabung bei der Leerung der Restmülltonnen. Im Doberaner Bereich dreht das Müllauto 14-täglich seinen Runden. Bei einer in der Regel vereinbarten vierwöchentlichen Abfuhr sind das 13 Leerungen im Jahr. Wann der Bürger die Tonne entleeren lässt, ist ihm überlassen, das könnte in einem Monat zweimal, im nächsten gar nicht sein. Im Güstrower Bereich und künftig im gesamten Landkreis gibt es einen starren Abfuhrrythums: Alle vier Wochen Tonne rausstellen! „Wir sollten die Flexibilität des Doberaner Systems bewahren und dem Bürger die Entscheidungsfreiheit lassen“, betonte der Kröpeliner und möchte das Beste aus beiden Systemen mit in den Großkreis nehmen. Aus Sicht der Antragsteller sollte es in der Satzung heißen, dass feste, codierte Abfallbehälter „im Rahmen der grundstücksbezogenen Regelentsorgung eine 14-tägliche Leerung angeboten und eine Mindestleerungsanzahl von 13 Leerungen pro Kalenderjahr festgesetzt“ wird.

Eine Überweisung in die Ausschüsse zur weiteren Diskussion schloss Wolfgang Kraatz, stellvertretender Landrat, aus, da die Zeitschiene für eine europaweite Ausschreibung der Abfallentsorgung im Landkreis Rostock ab dem Jahr 2016 keinen Aufschub gestatte. 20 Kreistagsmitglieder sprachen sich am Mittwoch für die vorgeschlagene Änderung der Abfallsatzung aus, 35 stimmte dageben. Es bleibt also wie im Dezember vom Kreistag beschlossen. Schon im Dezember war die Fraktion der Bündnisgrünen mit einem entsprechenden Änderungsantrag durchgefallen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen