Adventskonzert : Kein Stuhl, kein Treppenplatz frei

Hannelore Acker dirigierte nicht nur den Kleinen Chor, sondern animierte auch die Konzertbesucher zum Mitsingen.
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Hannelore Acker dirigierte nicht nur den Kleinen Chor, sondern animierte auch die Konzertbesucher zum Mitsingen.

Kleiner Chor Güstrow und Solisten gaben Weihnachtskonzert im Norddeutschen Krippenmuseum

svz.de von
09. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Die ersten Besucher kamen schon eine halbe Stunde vor Beginn des Benefizkonzerts ins Güstrower Krippenmuseum und wussten, warum. Als Chorleiterin Hannelore Acker das Weihnachtskonzert des Kleinen Chores Güstrow eröffnete, gab es keinen freien Stuhl mehr in der Heilig-Geist-Kapelle und selbst auf der Treppe zum Obergeschoss saßen die Menschen dicht gedrängt. Es hat sich offenbar herumgesprochen, dass das Ensemble nicht nur Qualität liefert, sondern auch immer ein kleines Programm bietet. So trat wiederum das Erle-Duo – das sind Mutter Antje, Saxophon, und Tochter Miriam, Klarinette – auf und spielte ein irisches Stück und eine Romanze. Charlotte Hinz brachte zwei Lieder zu Gehör und Madeline Beseler spielte am Keyboard.

Im Norddeutschen Krippenmuseum wird mit der aktuellen Ausstellung an die für Deutschland so erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien erinnert. Bevorzugt wurden Krippen vom Gastgeberkontinent der WM aufgestellt und dazu Exponate aus 23 der 32 an der WM beteiligten Länder.

„Mit diesem Umfang können wir leider nicht mithalten“, schmunzelte Hannelore Acker, verriet aber, dass der Chor Weihnachtslieder aus sechs Ländern im Repertoire führe. Das älteste gesungene Lied – „Es ist ein Ros’ entsprungen“ – stammte aus dem 16. Jahrhundert. Da war von Fußball noch gar keine Rede.

Besonders beeindruckte der Chor mit seinen variantenreichen Interpretationen. Der Bogen spannte sich von den bekannten alten Weihnachtsliedern bis zu Hauff/Henklers „Weihnachten steht vor der Tür“. Es wurde zwei-, drei- und vierstimmig gesungen, manchmal in kleiner Gruppe und oft gemeinsam mit dem Publikum. Viel Beifall der zirka 80 Besucher dankte den engagierten Sängerinnen und Sängern für dieses Konzert zum 2. Advent.

Und weil bald Weihnachten ist, äußerte Hannelore Acker auch einen Wunsch. „Wir brauchen im neuen Jahr dringend weitere Mitstreiter“, sagte sie. Gegenwärtig zählt das Ensemble 17 Mitglieder. „Wir hätten nichts dagegen, wenn wir Verstärkung bekämen und uns dann ‚Kleiner Chor plus’ nennen müssten“, sagte die Chorleiterin.


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