Kein klarer Sieger

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14. September 2009, 07:03 Uhr

Andreas HerholzImmerhin! Der Wahlkampf kommt ein wenig auf Touren, wenn auch sehr spät und ganz langsam. Kanzlerin und Kandidat erwachen aus dem Dornröschenschlaf - dem TV-Duell sei Dank. Wer kann es besser, wer hat die wirksameren Rezepte? Angela Merkel oder Frank-Walter Steinmeier? Beide haben sich einen halbwegs munteren Schlagabtausch geliefert und dabei blieb die Auseinandersetzung sachlich und fair. Streiten um Inhalte und Programme - davon hätte man sich in den vergangenen Wochen durchaus mehr gewünscht. Dass die Kanzlerin und ihr Vizekanzler aus dem Duell keine Schlammschlacht machen würden, war vorher klar. Schließlich wäre ein solcher Strategiewechsel unglaubwürdig gewesen. Haben die beiden doch vier Jahre gemeinsam regiert. Wirklich Neues haben Amtsinhaberin und Herausforderer nicht geliefert. Aber eine etwas weniger hektische und eitle Moderation hätte der Qualität des Polit-Duells sicher nicht geschadet. Gewinner des Abends sind die Zuschauer, die sich ein Bild der beiden im direkten Zweikampf machen konnten. Einen klaren Gewinner im Duell Merkel/Steinmeier gab es nicht. Doch weder konnte sich die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende entscheidend absetzen, noch gelang dem SPD-Kanzlerkandidat der von seiner Partei so ersehnte "lucky punch", der glückliche Niederschlag aus Bedrängnis heraus.

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