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Güstrower Anzeiger

17. November 2017 | 22:21 Uhr

Friedhof Güstrow : Kaum noch Erdbestattungen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Auf dem Güstrower Friedhof müssen wegen der großen Nachfrage immer neue Urnen-Gemeinschaftsanlagen angelegt werden.

von
erstellt am 25.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Die Nachfrage nach Urnenbestattungen auf dem Güstrower Friedhof wird immer größer. „Die Zahl steigt seit Jahren an“, sagt Friedhofsverwalter Holger Büttner. Von den 459 Beisetzungen auf dem Güstrower Friedhof im vergangenen Jahr waren nur 31 Erdbestattungen. In diesem Jahr gab es bereits 258 Beisetzungen, davon lediglich 19 Erdbestattungen. „Wir müssen als Friedhof auf diesen Trend zur Urnenbestattung reagieren. Weitere Urnen-Gräberfelder sind deshalb dringend notwendig“, sagt Büttner.

Aktuell wird auf dem Friedhof eine neue Urnen-Gemeinschaftsanlage eingerichtet. Sie entsteht im historischen Friedhofsbereich neben dem Gräberfeld für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Die neue Anlage ist für 200 Bestattungen vorgesehen. „Die Bauarbeiten werden drei bis vier Wochen dauern“, schätzt Büttner. „Aber die Anlage muss fertig werden, weil der Bedarf groß ist. Unsere andere Urnen-Gemeinschaftsanlage wird in Kürze voll belegt sein. Hier gibt es nur noch 15 Bestattungsmöglichkeiten von insgesamt 120.“

Seit Jahren legt die Friedhofsverwaltung in Güstrow neue Urnen-Gräberfelder an. Bisher bestehen sieben solcher Anlagen. „Die meisten Angehörigen nehmen keine Wahlgrabstätte mehr, die sie 25 Jahre lang pflegen müssen“, erklärt Holger Büttner. Daraus resultiere der Bedarf an Urnen-Gemeinschaftsanlagen, die von den Friedhofsmitarbeitern selbst gepflegt werden. „Die Angehörigen haben so nicht den Druck, immer auf den Friedhof kommen zu müssen.“ In den Urnen-Gräberfeldern stehen Namensstelen für die dort Bestatteten. Davor oder daneben haben Angehörige die Möglichkeit, Blumen abzulegen.

Zu den bisher sieben Urnen-Anlagen gehört auch eine so genannte Partneranlage für Urnenbestattungen. Hier können sich Ehepartner gemeinsam beisetzen lassen. „Das ist besonders stark nachgefragt“, sagt Holger Büttner. Die Anlage verfügt über 330 Plätze und auch eine Erweiterung um weitere 230 Plätze ist möglich. Die Grabstellen der Partneranlage können individuell gestaltet werden.  

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