20m Fragen an : Kartoffelschalen zu Weihnachten

Alice Hämmerling trifft man u.a. in der Geschäftsstelle der Diakonie in der Güstrower Südstadt.
Alice Hämmerling trifft man u.a. in der Geschäftsstelle der Diakonie in der Güstrower Südstadt.

Alice Hämmerling kümmert sich um Selbsthilfegruppen und Ehrenamtliche bei der Diakonie Güstrow

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14. November 2015, 06:00 Uhr

Alice Hämmerling, geboren 1977, koordiniert seit dem vergangenen Jahr die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Kiss) sowie die Ehrenamtsarbeit im Diakonieverein Güstrow. Alice Hämmerling kommt aus Waren/Müritz und lebt heute mit der Familie – zwei Kinder – in Hohen Wangelin. Viele Jahre arbeitete sie als Arzthelferin in Waren und hatte sich zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen qualifiziert. Der Wunsch nach beruflicher Veränderung hatte sie nach Güstrow geführt.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Hämmerling: Es gibt sehr viele schöne Plätze, aber bei schönem Wetter genieße ich auch gern die Ruhe auf der heimischen Terrasse.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Als Bürgermeisterin wären mir vor allem Transparenz und Bürgernähe wichtig. Dabei stehen die Interessen der Allgemeinheit über denen Einzelner. Ich würde alle Vereine und Institutionen in die aktive Gestaltung des Dorflebens einbeziehen, mich um Gewerbeansiedlungen und mehr Angebote für die Kinder, Jugendliche und Rentner in der Gemeinde kümmern. Das ist allerdings leider leichter gesagt als getan.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In meinem Büro in der Geschäftsstelle der Diakonie Güstrow oder in der Außenstelle der Kiss in Teterow.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Kind habe ich Altpapier, Flaschen und Gläser gesammelt.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Vermutlich habe ich es für Bücher ausgegeben.
Was würden Sie gerne können?
Ich habe mir vor einigen Jahren ein E-Piano gekauft. Vielleicht gelingt es mir irgendwann, richtig toll auf dem Klavier zu spielen. Außerdem bewundere ich Menschen, die sich perfekt in anderen Sprachen verständigen können.
Was stört Sie an anderen?
Arroganz, Unehrlichkeit und Unzuverlässigkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Zuletzt habe ich herzlich über einen Witz meines Sohnes gelacht.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Unvernünftig war, dass ich vor einiger Zeit aus Zeitgründen im Parkverbot stand. Dafür musste ich natürlich die Konsequenzen tragen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Natürlich bin ich sehr stolz auf meine Kinder. Ich schätze aber auch sehr Menschen, die sich einbringen, ohne zu fragen, was sie davon haben.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Normalerweise lese ich sehr gern und viel. Zurzeit komme ich allerdings gar nicht dazu.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich sehe kaum fern, aber den „Tatort“ lasse ich mir selten entgehen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Wohl eher beim Fußballspiel – mein großer Sohn spielt Fußball.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit treffe ich wöchentlich so viele Menschen, dass mir spontan niemand einfällt.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich esse all diese Gerichte gern. Bei uns kommen aber meistens deutsche Gerichte auf den Tisch.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Es gibt viele Musikstücke, die bei mir schöne Erinnerungen hervorrufen. Zu meinen Favoriten zählt „Air“ aus der 3. Orchestersuite Bachs.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich habe zahlreiche schöne Geschenke bekommen, die mir auch sehr viel bedeuten. Aber es gab ein sehr ungewöhnliches Geschenk, welches mich nach fast 30 Jahren immer noch zum Schmunzeln bringt. Meine Patentante fragte mich damals, was ich mir denn von ihr zu Weihnachten wünschen würde. Ich sagte ihr, dass es egal sei, da ich mich über alle Geschenke freuen würde. Als sie mir dann eine Tüte voller Kartoffelschalen schenkte, war ich zutiefst enttäuscht. … Das eigentliche Geschenk habe ich natürlich kurz darauf erhalten.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Große Träume habe ich nicht.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Das ist lange hin. Darüber denke ich noch nicht nach.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
In der letzten Woche bin ich auf einer Klausurtagung gewesen. Dort lernte ich Petra Renner kennen. Sie ist die Pflegedienstleiterin auf dem Wichernhof in Dehmen, einer Einrichtung der Diakonie Güstrow für Menschen mit unterschiedlich ausgeprägter geistiger, körperlicher oder Mehrfachbehinderung. Ich bewundere sehr, mit welcher Hingabe, Fürsorge und Freude sowie Respekt sie den Bewohnern auf dem Wichernhof begegnet.












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