Konzert in Pfarrkirche : Kantorei spielte alle Register aus

Die Güstrower Kantorei verabschiedete sich mit dem Chor- und Orchesterkonzert in der Güstrower Pfarrkirche am Sonnabend in die Sommerpause.
Die Güstrower Kantorei verabschiedete sich mit dem Chor- und Orchesterkonzert in der Güstrower Pfarrkirche am Sonnabend in die Sommerpause.

Mit einem Chor- und Orchesterkonzert in der Pfarrkirche verabschiedete sich die Güstrower Kantorei in die Sommerpause

svz.de von
13. Juli 2015, 05:00 Uhr

Mit der Aufführung von Werken von Johann Sebastian Bach ), Felix Mendelssohn Bartholdy und erstmals John Rutter verabschiedete sich die Güstrower Kantorei am Sonnabendabend in die Sommerpause. Die Solopartien bei dem großen Musikabend in der Pfarrkirche hatten Maren Christina Roeder (Sopran), Annerose Kleiminger (Alt), Hasanori Hatsuse (Tenor) und Matthias Vieweg (Bass) übernommen. Es musizierte das Ensemble Concerto celestino, ein Zusammenwirken von Musikern aus mehreren Orchestern des Landes.

Für den Abend hatte Kirchenmusikdirektor Martin Ohse Musikstücke ausgesucht, die einen Bogen vom 18. Jahrhundert in die Gegenwart spannten. Den Auftakt bildete die Bach-Kantate „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Dem schloss sich eine Vertonung des 42. Psalms „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ aus dem Alten Testament an von Felix Mendelssohn Bartholdy. Höhepunkt des Abends war die Interpretation der zeitgenössischen Komposition des Magnificat von John Rutter. Der Engländer schrieb sein Chorwerk 1990, die Uraufführung wurde noch im gleichen Jahr in der Carnegie Hall in New York frenetisch gefeiert. Binnen eines halben Jahres erlebte es über 500 Aufführungen allein in den Vereinigten Staaten. Martin Ohse dürfte sich aus der langen Reihe der Magnificat-Komponisten – unter anderem Bach, Vivaldi, Schubert, Bruckner, Tschaikowski – für Rütter entschieden haben, weil es den Text aus dem Lucas-Evangelium jubilierend und optimistisch interpretiert. Zum anderen räumt die Komposition dem Chor eine herausragende Rolle ein, so dass die Güstrower Kantorei alle Register ihres sängerischen Vermögens ausspielen konnte. Etwa 350 Besucher feierten das Ensemble, das 2003 aus dem Zusammenschluss der Domkantorei und der Kantorei der Pfarrkirche Güstrow hervorgegangenen war, für diesen großartigen Abend.

Nach der Sommerpause werden die Vorbereitungen für das Weihnachtskonzert der Güstrower Kantorei beginnen. Es wird am 7. Dezember im Dom aufgeführt, angekündigt sind Werke von Telemann, Saint-Saens und Fauré.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen