Güstrow : Kampf um Brandhaus in Güstrow geht weiter

Absperrung vor dem Brandhaus in der Gleviner Straße 3 in Güstrow
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Absperrung vor dem Brandhaus in der Gleviner Straße 3 in Güstrow

Ulrich Schirow appelliert an Güstrower Stadtvertreter, sich für Erhalt der Gleviner Straße 3 einzusetzen

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12. Mai 2017, 05:00 Uhr

Was wird aus dem Haus in der Gleviner Straße 3 in Güstrow? Bei einem Brand im Februar wurde es stark beschädigt. Ein Abriss erschien unumgänglich. Bald schon aber regte sich Widerstand. Ulrich Schirow gehört zu den Streitern für den Erhalt historischer Bausubstanz in Güstrow. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung legte er den Finger in die Wunde. „Es lohnt sich, um einen Erhalt zu kämpfen“, so Schirow. Er habe mit Baufachleuten gesprochen und sei mit unterschiedlichen Meinungen konfrontiert worden, könne als Laie nicht entscheiden, wer Recht habe. Aber: „Persönlich bin ich der Meinung, dass man das Haus erhalten kann.“ Er bat die Stadtvertreter sich dafür einzusetzen.

Hans-Georg Kleinschmidt (SPD) stimmte Schirow zu. Würde das Haus verschwinden, wäre das aus seiner Sicht ein herber Verlust, habe es doch seinen Platz in der Häuserzeile der Gleviner Straße. „Die Stadt sollte ein großes Interesse daran haben den Anblick der Häuserzeile zu erhalten“, betonte Gerhard Jacob (Freie Wähler) und wollte das öffentliche Interesse über das private stellen.

Was der Eigentümer mit der Brandruine vorhat, wollte er gegenüber SVZ nicht verraten. Tatsache ist, dass ein Statiker das Gebäude als einsturzgefährdet eingestuft hat und die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises es von der Denkmalliste gestrichen hat. Ein Abriss ist damit möglich. Die Stadt hatte für den Fall eines Wiederaufbaus bereits Unterstützung über Städtebaufördermittel angeboten (SVZ berichtete). Ansonsten bliebe die Möglichkeit über ein Sanierungsgebot nachzudenken, erklärte Bürgermeister Arne Schuldt. Über dieses Instrument könne der Eigentümer gezwungen werden zu sanieren. Für den Fall, dass er dazu nicht zu bewegen sei, müsste allerdings die Stadt einspringen. „Wir haben uns klar positioniert und wollen so viel wie möglich von dem Haus erhalten“, betonte Schuldt nochmals. Stadtpräsident Andreas Ohm (CDU) regte an, dass die Ausschussvorsitzenden das Gespräch mit dem Eigentümer des Hauses in der Gleviner Straße 3 suchen sollten.

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