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Feuerwehr Gülzow : Kameraden packen alle mit an

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Freiwillige Feuerwehr Gülzow baut Feuerwehrgerätehaus in Eigenleistung um. Wehrführer: veraltetes Löschfahrzeug muss ersetzt werden.

von
erstellt am 03.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gülzow klotzen ran. Auf ihrem Plan steht nicht weniger als der Umbau ihres Feuerwehrgerätehauses – nahezu komplett in Eigenleistung. Der Ausbau des Dachbodens zu einem neuen Aufenthalts- und Schulungsraum ist in vollem Gange. „Ich hoffe, dass wir im Herbst damit fertig sind“, sagt Wehrführer Martin Migge. „Gleichzeitig soll unser Haus auch noch einen neuen Außenanstrich kriegen“, schiebt er hinterher. Doch damit nicht genug: Der bisherige Schulungsraum im Erdgeschoss soll abgeteilt werden, um einen Umkleideraum für die Feuerwehrleute zu schaffen. Bisher müssen sich die 28 aktiven Kameraden in der Fahrzeughalle umziehen.

„Unser Feuerwehrgerätehaus ist im Vergleich mit anderen in einem Top-Zustand. Es wurde im Jahr 2000 gebaut. Wir wollen es innen nur besser unseren Bedürfrnissen anpassen“, erklärt Migge. Der Ausbau des Dachbodens ist dem Wehrführer auch besonders für die Jugendarbeit der Wehr wichtig. „Hier sollen unsere Jugendlichen z. B. Spieleabende veranstalten können. Wir konkurrieren mit anderen Vereinen und Freizeitaktivitäten, deshalb müssen wir die Jugendlichen stärker an uns binden“, sagt Migge. Er will nicht nur die Jugendwehr weiter aufstocken, sondern denkt auch bereits über den Aufbau einer Kinderwehr nach, um den Nachwuchs für die Gülzower Wehr zu sichern. „Ich habe schon einen Kameraden, der sich vorstellen könnte, eine Kinderwehr zu leiten“, so der Wehrführer.

An jedem zweiten Wochenende sind die Kameraden im Einsatz für ihr Feuerwehrgerätehaus. „Wir können das nicht jedes Wochenende machen, die Leute haben ja alle Familie und brauchen ihre Freizeit. Die Ausbildung kommt ja auch noch dazu“, sagt Migge. Dankbar ist er, dass alle mit anpacken. Rund 16 000 Euro kostet der Umbau des Gerätehauses. „Alles Gemeindegelder“, unterstreicht Migge.

Personell gehe es der Freiwilligen Feuerwehr Gülzow gut, freut sich der Wehrführer. Auch die Ausrüstung der Kameraden sei in einem guten Zustand. „Da hat die Gemeinde nicht geschlafen in den vergangenen Jahren“, sagt er. Dennoch brennt ihm für den Brandschutz in der Gemeinde ein wichtiges Thema auf den Nägeln: die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges. „Unser jetziges LF 8 ist älter als ich“, sagt der 36-Jährige. „Dieses Fahrzeug muss ersetzt werden.“ Darüber sei man auch schon mit der Gemeinde im Gespräch, wolle aber zunächst die Brandschutzbedarfsplanung abwarten, die aktuell im Landkreis erarbeitet wird. „Es muss sich nicht um ein Neufahrzeug handeln, wir wären auch schon mit einem guten Gebrauchtfahrzeug zufrieden“, sagt der Gülzower, der seit fünf Jahren Wehrführer ist.

 

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