Jahreshauptversammlung : Kameraden nach zwölf Minuten am Einsatzort

Auf der linken Seite des Feuerwehrhauses in Kritzkow wird dieses Jahr angebaut. Alle freuen sich mit Wehrführer Mark Gerion (r.) auf mehr Platz.
Auf der linken Seite des Feuerwehrhauses in Kritzkow wird dieses Jahr angebaut. Alle freuen sich mit Wehrführer Mark Gerion (r.) auf mehr Platz.

Freiwillige Feuerwehr Kritzkow absolvierte 2014 18 Einsätze / Anbau kommt in diesem Jahr

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14. April 2015, 23:30 Uhr

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kritzkow sind durchschnittlich zwölf Minuten nach Auslösen des Alarms am Einsatzort. „Das ist eine Topzeit für eine freiwillige Feuerwehr“, ist Wehrführer Mark Gerion stolz. Die Statistik sage weiter aus, dass das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 10-6) durchschnittlich mit einer Mannschaftsstärke von 7,6 Mann und das Löschfahrzeug mit 3,9 Kameraden ausrückt. Die Zahlen verdeutlichen, dass die Kritzkower Wehr auch über Tag in der Lage ist, jeden Einsatz zu fahren, was bei Dorf-Feuerwehren lange nicht mehr selbstverständlich ist.

Zum einen verfüge die Wehr mit 37 Einsatzkräften über ein beruhigendes Potenzial, zum anderen gebe es insbesondere im Kritzkower Gewerbegebiet verständnisvolle Arbeitgeber, erklärt Wehrführer Gerion. Auch mit dem Nachwuchs gibt es in Kritzkow keine Sorgen. Zwölf Mädchen und Jungen gehören zur Jugendwehr. Darüber hinaus etabliert sich seit dem vergangenen Jahr eine Bambini-Gruppe mit zehn Mitgliedern. Robert Lodig und Danny Pilger kümmern sich um die Jugendwehr, Sarah Brosin um die ganz Kleinen.


Auf eine Skala bis zehn neun Punkte für Wehr


Mit 18 Einsätzen bezeichnet Wehrführer Gerion 2014 eher als ein ruhiges Jahr. Normal seien 20 bis 24 Einsätze. Neben Kleinbränden und Pkw-Bränden auf der Autobahn seien es in erster Linie technische Hilfeleistungen. Drei Einsätze galten der Beseitigung von Unwetterschäden. Hier sieht Gerion eine steigenden Tendenz. „Allen in Erinnerung ist die Rettung eines Kameraden nach einem Unfall und das in letzter Minute“, berichtet Gerion. Danach sei ein großes Plus der Kritzkower Wehr wieder einmal deutlich geworden: der Zusammenhalt untereinander. Hinzu käme eine gute Ausbildung (u.a. 14 Atemschutzgeräteträger, drei in Ausbildung) und eine gute Ausstattung. Auf einer Skala mit zehn Punkten bewertet Gerion den Zustand der Wehr insgesamt mit neun Punkten.

In diesem Jahr wird das Feuerwehrhaus erweitert. Ein Anbau ist im Haushaltsplan der Stadt Laage fest verankert. Die beiden Fahrzeuge, so erklärt Gerion, rücken dann eins weiter, so dass eine der derzeit zwei Fahrzeughallen dann allein als Umkleideraum genutzt werden kann. Der Platz dafür sei neben den Fahrzeugen jetzt sehr eng, erklärt der Wehrführer. Dann könne auch die Jugendwehr mit ihrer Bekleidung, die jetzt im Sanitärtrakt untergebracht ist, in den Umkleideraum umziehen.

Auch der Schulungsraum reiche inzwischen nicht mehr aus, berichtet Gerion Zu seinen Gunsten könnte das Büro für die Wehrführung verkleinert werden. „Aber wir wollen die Stadt nicht überfordern. Im vergangenen Jahr wurde unser Parkplatz erweitert. Jetzt gibt es den Anbau. Wir wissen, dass eine Feuerwache Geld kostet und sind dankbar für die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit der Stadt“, betont Gerion.

Um das Miteinander der Feuerwehren im Amt Laage zu befördern, plant man am 6. Juni einen Volleyballausscheid in Sabel. Die Kritzkower und die Sabeler Kameraden spielten schön öfter gegeneinander, jetzt will man gern einmal alle Wehren dazu einladen, betont Gerion.

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