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Güstrow : Kamera-Blitz löst Brandalarm im Schloss aus

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ein Kamera-Blitz hat Sonnabendmittag im Güstrower Schloss einen Brandalarm ausgelöst. Vier Feuerwehren mit 20 Kameraden rückten an.

Sonnabend, 12.53 Uhr: Die Leitstelle des Landkreises alarmiert die Freiwillige Feuerwehr Güstrow. Im Güstrower Schloss hat die Brandmeldeanlage ausgelöst. Durch die historischen Räume dröhnt ein schriller Ton. Umgehend müssen das Personal und die Besucher das Schloss verlassen, gehen in den Hof.

Minuten später rasen vier Feuerwehren mit 20 Kameraden unter der Leitung von Markus Paschen von zwei Seiten heran. Auf den Schlosshof fahren ein kleines Löschfahrzeug und das Fahrzeug mit der Drehleiter. Die Kameraden an den Lenkrädern müssen alle Kunst aufbieten, um durch die altehrwürdigen Tore des Torhauses und des Schlosses zu kommen. Die Schlossbauer konnten damals noch nicht in Dimensionen heutiger Feuerwehrfahrzeuge denken.

„Aber wir haben reagiert“, erzählt Markus Paschen. Er kann sich jetzt die Zeit nehmen, weil sich nach einer halbstündigen Suche im Erdgeschoss – dieser Melder der zentralen Anlage hatte den Alarm ausgelöst – herausgestellt hatte, dass es nicht brennt. „Das wäre auch sehr schlimm für solch ein wertvolles Schloss“, fügt er hinzu.


Sondereinsatzplan und spezielle Feuerwehrfahrzeuge fürs Schloss

Aber zurück zu den Fahrzeugen und den schmalen Toren. „Wir haben für das Schloss Güstrow einen Sondereinsatzplan. Danach sind auch die Fahrzeuge bestellt worden. Wir haben z.B. ein kleines Löschfahrzeug extra für solch einen Einsatz gekauft“, berichtet der stellvertretende Wehrleiter. Auch das Fahrzeug mit der Drehleiter ist eine Spezialanfertigung. Paschen: „Drehleiter-Fahrzeuge sind sonst 3,10 bis 3,15 Meter hoch. Wir haben eins unter drei Meter, wegen des Schlosses.“

Zu dem Einsatzkonzept gehört auch, dass die Fahrzeuge sich beim Alarm sofort teilen. Paschen: „Einige fahren auf den Schlosshof, die großen Fahrzeuge auf den Wirtschaftshof. Dort fassen wir aus dem Schlossgraben das Löschwasser. Dazu ist eine Steigleitung montiert, so dass wir bis in den letzten Turm gelangen können.“

Markus Paschen weiß auch, dass bei der künftigen Sanierung des Schlosses der Brandschutz eine große Rolle spielen wird. „Das wird zwar sehr viel Geld kosten, weil es in solch historischen Gebäuden schwierig ist, den Brandschutz zu optimieren. Aber es muss sein, um für alle Fälle gerüstet zu sein“, meint der erfahrene Feuerwehrmann.

Dieses Mal ging alles gut aus. Es sei ein Täuschungsalarm gewesen, wie er berichtet. Paschen: „Die Anlage hat auf einen Blitz aus einem Fotoapparat reagiert. Deshalb ist z.B. im Schloss das Blitzen verboten. Das zeigt aber auch, wie hoch technisiert die Anlage ist und schon bei der geringsten Gefahr reagiert.“


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erstellt am 25.Jan.2014 | 19:00 Uhr

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