Tierheim Laage : Kätzchen mit Augeninfektion aufgenommen

Tierpflegerin Cordula Czinezoll mit Plisch, Plum und Fussel, die im August im Alter von acht Wochen aufgenommen wurden.
Tierpflegerin Cordula Czinezoll mit Plisch, Plum und Fussel, die im August im Alter von acht Wochen aufgenommen wurden.

Erkrankte Fundtiere belasten Budget des Tierheims in Laage - Verein auf Unterstützung angewiesen.

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20. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Die drei Kätzchen Plisch, Plum und Fussel genießen die ganz besonderes Aufmerksamkeit der Mitstreiter des Vereins „Neue Chancen für Tiere in Not“, der das Tierheim in Laage betreut. Sie sind blind. „Sie kamen als kleine Kitten zu uns und hatten eine ganz schlimme Augeninfektion“, berichtet Denise Gattas. Nur durch viele Behandlungen und teure Medikamente hätten sich die Kätzchen gut entwickelt und könnten nun zwischen hell und dunkel unterscheiden. „Jedes Tier ist es wert gerettet zu werden“, sagt die Vereinsvorsitzende und benennt das Problem. Tierarztkosten und Fixkosten für die Betreibung des Tierheimes bringen den Verein permanent an den Rand des Ruins. Außenstände beim Tierarzt seine schon lange keine Ausnahme mehr.

„Wir haben Verträge mit Kommunen, die Fundtiere bei uns unterbringen. So weit so gut“, erklärt Denise Gattas. Für die Unterbringung einer Katze gebe es 150 Euro, eines Hundes 350 Euro. Im Normalfall könnte man damit vielleicht auskommen. Immer öfter aber werden verletzte und auch schwerverletzte Tiere gebracht. Deren Behandlung würde den Kostenrahmen schnell sprengen. Denise Gattas denkt z.B. an einige Katzen. Eine Zeit lang seien nicht so viele Katzen gebracht worden. „Wir dachten, dass viele Kastrationsaktionen gemeinsam mit der Stadt Laage doch zu einem Erfolg geführt hätten“, berichtet die Vereinsvorsitzende. Doch mit der kalten Jahreszeit kamen die Leute dann doch wieder mit Katzen. „Das Problem ist, dass viele Katzen dann auch schon krank sind“, fügt die Vereinsvorsitzende hinzu.

In Tierheimen gibt es für gewöhnlich eine Quarantänestation. „Aber die können wir uns als kleiner Verein gar nicht leisten“, sagt Denise Gattas. Deshalb würde man Katzen, die aufgenommen werden, zunächst im Aufenthaltsraum der Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer untergebracht werden. Um diese Situation zu verbessern, wolle man im nächsten Jahr unbedingt Quarantänekäfige bauen. Solche Käfige könne man auch kaufen. „Aber die sind viel zu klein, gut geeignete, um ein Tier für einen Tag oder eine Nacht unterzubringen“, erklärt Denise Gattas. Oft aber müssten die Neuankömmlinge viel länger in Quarantäne bleiben. Dann bräuchten sie Platz, müssten sich auch mal ausstrecken können. Man könne solche Käfige selbst bauen. Das sei kostengünstiger. Material aber müsste gekauft werden.

Neben den Tierarztkosten nennt die Vereinsvorsitzende die laufenden Fixkosten mit allem Drum und Dran vom Futter bis zum Ofen, der mit Holz und Kohle beheizt wird. Alles in allem komme man im Monat durchschnittlich auf rund 3000 Euro. Inbegriffen sei die Bezahlung von drei Mitarbeitern auf Geringverdienerbasis. So sei man für einen geregelten Tierheimbetrieb immer auf die Unterstützung von Tierfreunden angewiesen (Spendenkonto: Tierheim Rostock Laage, IBAN: DE10 1305 0000 0265 0024 27, BIC: NOLADE 21 ROS). Denise Gattas möchte es auch nicht versäumen allen Helfern für die Unterstützung in diesem Jahr zu danken. Die nächsten Tage werden etwas ruhiger sein. Vermitteln könne man Tiere um diese Jahreszeit kaum. Also werden die 20 Hunde und knapp 50 Katzen – mit Freigängern, die ebenfalls versorgt werden – bis zum nächsten Jahr im Tierheim Laage bleiben.

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