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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 19:36 Uhr

THW Güstrow : Junge Retter zeigen Können

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

24 Mädchen und Jungen des THW legten in Lüssow ihr Bundesleistungsabzeichen ab

Einen Verletzten richtig sichern, um ihn zu transportieren, eine schiefe Ebene bauen, um ein Hindernis zu überwinden oder einen Bockschnürbund herstellen – 24 Mädchen und Jungen der Jugendgruppen des Technischen Hilfswerkes (THW) in Mecklenburg-Vorpommern mussten jetzt in Lüssow diese Aufgaben formgerecht erfüllen, um das Bundesleistungsabzeichen in Silber oder Bronze zu bekommen. Die Güstrower Teilnehmer Nina Steinke, Julian Scheu und Marvin Frehse schafften es ebenso wie alle anderen. Sie erhielten mit weiteren 14 das Abzeichen in Bronze überreicht. Sieben Teilnehmer können es nun in Silber vorweisen.

Nach einem theoretischen Teil musste an drei Stationen jeder allein beweisen, was er gelernt hat. An der vierten Station aber ging es um eine Gemeinschaftsarbeit. Wie arbeiten die jungen Leute als Team? Dies war gar nicht so einfach, denn für diese Aktion wurde aus jedem teilnehmenden Ort einer ausgewählt. „Sie kennen sich überhaupt nicht“, erklärte der Landesjugendleiter der THW-Jugend MV, Marcel Quaas. Jeder musste also seine Scheu überwinden und nur gemeinsam konnten sie das Ziel erreichen: Eine schräge Ebene zu bauen, die beispielsweise nötig ist, wenn jemand aus einem Haus gerettet werden soll. Doch genau so sei es oftmals im Ernstfall, wenn aus allen Teilen des Landes Mitstreiter des THW gerufen würden.

Zweimal im Jahr gibt es solche Veranstaltung in MV, bei der das Leistungsabzeichen abgenommen wird. Diesmal waren Jugendliche aus Rostock, Bad Doberan, Wolgast, Stralsund, Schwerin und Güstrow dabei. Neben den 24 Teilnehmern waren weitere Helfer angereist, die daneben eine Grundausbildung absolvierten und beim Aufbau halfen. Immer häufiger seien Mädchen beim THW aktiv. „In den letzten Jahren hat sich der Mädchenanteil sehr erhöht. Jetzt gibt es in jeder Jugendgruppe auch Mädchen“, sagt Marcel Quaas.

Ein Beispiel ist Nina Steinke. Die heute zwölfjährige hatte sich bereits beim THW beworben, als sie noch keine sechs Jahre alt war. „Sie war unser erstes Kind in der Mini-Gruppe“, erzählt Günter Alisch. Er hatte die ganze Aktion am Sonnabend in seiner Hand und war mit dem Verlauf zufrieden. „Wir haben seit Mittwoch das große Ereignis vorbereitet und sind froh, dass die Gemeinde uns den Sportplatz sowie die Turnhalle zur Verfügung gestellt hat“, so Alisch, der derzeit die Jugendlichen in Güstrow ausbildet. Außerdem seien die Güstrower natürlich stolz, dass ihre drei Schützlinge alle das Abzeichen erhalten haben.

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