SVZ-Serie „Vereine in der Region“ : Junge Freunde und Förderer gesucht

Christian Dobslaw (r.) ist der Vereinsvorsitzende. Als Stadtführer legt er einen Schwerpunkt seiner Erklärungen auf das Leben und Wirken Ernst Barlachs in Güstrow. Hier führt er Besucher der Veranstaltung „Winterzauber“ durch das Ausstellungsforum.  Fotos: Christian Menzel (3)
1 von 3
Christian Dobslaw (r.) ist der Vereinsvorsitzende. Als Stadtführer legt er einen Schwerpunkt seiner Erklärungen auf das Leben und Wirken Ernst Barlachs in Güstrow. Hier führt er Besucher der Veranstaltung „Winterzauber“ durch das Ausstellungsforum. Fotos: Christian Menzel (3)

Verein unterstützt die Güstrower Barlach-Museen / Zurzeit Wettbewerb „Geschichten in Holz“

von
30. März 2015, 04:00 Uhr

Die Mitglieder des 1991 gegründeten Vereins der Freunde und Förderer der Güstrower Barlach-Museen sind in die Jahre gekommen. Wie in den meisten Vereinen – außer denen des Sports – fehlt es an jungen Leuten, die die Intentionen der Gründer mit- und weiter tragen.

Um Jugendliche an die Kunst des Bildhauers, Grafikers und Dichters Ernst Barlach heranzuführen, verfolgt der Verein seit acht Jahren ein ehrgeiziges Projekt: Im Zwei-Jahres-Rhythmus wird ein künstlerischer Wettbewerb ausgeschrieben, an dem Schüler aller Schularten, von der Grundschule bis zum Gymnasium, teilnehmen können. Zurzeit läuft der vierte Wettbewerb, zu dem die Arbeiten bis spätestens 24. April eingereicht sein müssen. „In diesem Jahr fordern wir die Teilnehmer auf, sich mit druckgrafischen Beiträgen zum Thema ‚Geschichten aus Holz’ zu beteiligen“, sagt Kunsterzieherin Irene Heinze. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende ist für den Wettbewerb zuständig und hofft auf rege Beteiligung. „Besonders gern denken wir an 2013. Damals haben wir über 250 Arbeiten gezählt“, sagt sie. Eine Jury wird die besten Werke mit wertvollen Sachpreisen bedenken. Zum Internationalen Museumstag am 17. Mai werden die eingereichten Drucke in einer Ausstellung im neuen kunstpädagogischen Kabinett der Barlachstiftung zu sehen sein. Der Museumstag ist ohnehin ein „Großkampftag“ für die Vereinsmitglieder. Findet doch an diesem Tag auch das erste Konzert des Jahres in der Gertrudenkappelle statt.

Traditionsgemäß eröffnen Schüler der Kreismusikschule Güstrow die Musikabende in dieser Reihe, deren Besonderheit in der unmittelbaren Nähe zu Barlachs Arbeiten liegt. „Diese Konzerte veranstalten wir seit Jahren in Kooperation mit der Barlachstiftung und unterstützen sie auch finanziell“, sagt Christian Dobslaw, der seit 2011 an der Spitze des an die 60 Mitglieder zählenden Vereins steht. Neben der Werbung für Barlach und die Güstrower Museen ist das eine weitere wichtige Aufgabe, die sich die Freunde und Förderer zur Aufgabe gestellt haben. Christian Dobslaw: „Wir sind als Verein in der Lage, Fördermittel einzuwerben und Spenden anzunehmen. Auf diese Weise unterstützen wir die Barlach-Museen in unserer Stadt.“ Jüngstes Beispiel war die Gemeinschaftsausstellung des Stettiner Nationalmuseums und der Barlachstiftung.

„Dank der finanziellen Hilfe des Vereins war es möglich, einen zweisprachigen Katalog herauszugeben“, bestätigt Museumsleiter Dr. Volker Probst, der dem Vorstand angehört. Die polnische Stadt Stettin haben die Vereinsmitglieder auch als nächstes Reiseziel in ihrem Programm.

„Wir laden am 12. September zu einer Exkursion in diese Stadt ein. Auf dem Plan stehen die neue Philharmonie, die Dokumentation zur Geschichte der Gewerkschaft Solidarnosz und der Besuch von Ausstellungen. Vielleicht reicht die Zeit noch, um auf dem Zentralfriedhof die Nachbildung von Barlachs ‚Mutter Erde’ zu besuchen“, erläutert Dobslaw. Genaueres wird in der Mitgliederversammlung im Mai besprochen. Ein Thema wird dann auch wieder die Gewinnung von jungen Menschen für die Vereinsarbeit sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen