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Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 14:02 Uhr

Neu Sammit : Jugendschloss bald noch schöner

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nachfrage für Neu Sammiter Begegnungsstätte ungebrochen / Fassadenarbeiten und Trockenlegung bei laufendem Betrieb

Im Jugendschloss, dem Haus 2 der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Neu Sammit, herrscht fröhliches Jugendleben. Zwei 7. Klassen des John-Lennon-Gymnasiums Berlin haben sich zu einer Kennenlernwoche eingefunden und nutzen alles, was Haus und Gegend zu bieten haben. Emsige Betriebsamkeit herrscht zudem auch am Jugendschloss. Handwerker von Baufirmen aus der Region werkeln an dem vollständig eingerüsteten Haus.

„Seit Juni sanieren wir das fast 130 Jahre alte Herrenhaus“, sagt Lucia Dirks, Geschäftsführerin des die Begegnungsstätte betreibenden christlichen Trägervereins. Begonnen hat es mit einer rundum Trockenlegung des Gebäudes. Es wurden Bohrlochsperren gesetzt und ein das Eindringen von Feuchtigkeit verhindernder Fundamentanstrich aufgebracht. Neben dem Verputzen der Fassade steht auch eine umfangreiche Sanierung der Balkone und Treppen auf der Vorhabensliste. „Fast abgeschlossen ist die Erneuerung der großen Freitreppe an der Seeseite“, sagt Lucia Dirks. Auch die Treppe auf der anderen Seite kommt noch an die Reihe.

Bei den Balkonen liegt das Augenmerk auf Abdichtung. „Immer wieder dringt Wasser über die Balkone ein“, klagt die Hausherrin. Neben diesen größeren Aufgaben stehen auch Kleinigkeiten auf dem Plan, die dem alten Haus etwas von seinem einstigen Aussehen zurückgeben sollen. So werden an den Hausecken Bossensteinstrukturen angebracht und in die Badezimmer wurden Rundfenster, die auf alten Vorlagen zu sehen sind, eingebaut. „Wir haben die Denkmalpflege mit im Boot und machen sogar mehr als die Behörde fordert“, bestätigt Lucia Dirks.

Die Sanierung, für die 400 000 Euro veranschlagt sind, setzt die Instandsetzung aus den Jahren 2007/08 fort. Damals hatte der Trägerverein 1,6 Millionen Euro aufbringen müssen, um das Haus auf Vordermann zu bringen. „Es trat alles ein, was man von der Sanierung eines alten Hauses sagt. Je mehr wir vorankamen, desto größer wurden die Arbeitsfelder“, erinnert sich Dirks. Am 18. Mai 2009 kamen die ersten Gäste ins 80 Betten fassende Jugendschloss. Seitdem herrscht eine anhaltend große Nachfrage. Kirchgemeinden, Orchester, Kinder- und Jugendgruppen oder Schulklassen verbringen in der inmitten der Natur liegenden Einrichtung Zeit; Workshops, Seminare, Tagungen, aber auch viele private Feiern finden statt. Auch über diesen Sommer war das Haus voll belegt. „Da mussten Gäste und Bauleute aufeinander Rücksicht nehmen. Das hat ganz gut geklappt“, schätzt die Geschäftsführerin ein. So hätten die Bauarbeiter morgens später angefangen, damit die Ferienkinder etwas länger schlafen konnten.

Bis Jahresende müssen alle Arbeiten erledigt sein. Das Gerüst an der Seeseite soll sogar noch in dieser Woche fallen. „Wir haben am Wochenende eine Hochzeit und da besteht der Wunsch, dass die große Terrasse mit der neuen Freitreppe nutzbar ist“, sagt Lucia Dirks. „Das schaffen wir, wenn das Wetter mitspielt“, verspricht Malermeister Michael Mantik. Ein Fassadenfest zum Abschluss der Sanierung soll es aber erst 2015 geben. „Dann arbeiten wir auch an der Umsetzung unseres Parkkonzeptes weiter. Im Frühjahr steht beispielsweise die Bepflanzung von Außenanlagen an“, blickt Lucia Dirks voraus.



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