Filmprojekt : Jugendliche in Güstrow mit Kamera auf Forschungstour

Die Schüler Lena Alin Strelow, Justin Leon Sachse, Benjamin Mittelstädt und Karsten Höppner (v.l.) besuchten im April gemeinsam mit Heike Mittelstädt die Jahrestagung des Bundesverbandes „Jugend und Film.“
Die Schüler Lena Alin Strelow, Justin Leon Sachse, Benjamin Mittelstädt und Karsten Höppner (v.l.) besuchten im April gemeinsam mit Heike Mittelstädt die Jahrestagung des Bundesverbandes „Jugend und Film.“

Güstrower Bündnis für Bildung: Teilnehmer aus fünf Einrichtungen gestalten Kurzfilme zum Thema Umwelt

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28. August 2015, 06:00 Uhr

Einmal seinen eigenen Film drehen: Seit dem 17. August werden Kinder und Jugendliche aus Güstrow wieder zu Filmemachern. Die Dreharbeiten haben bereits begonnen. Das Bündnis für Bildung in Güstrow hat ein dreimonatiges Projekt mit dem Titel „Kurzfilme zum Thema Umwelt“ gestartet. Dabei sollen sowohl Natur- als auch viele Kurzfilme entstehen. Gefördert wird das Vorhaben mit mehr als 10 000 Euro über den Bundesverband Jugend und Film. Bis Ende 2017 unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Programm „Kultur macht stark, Bündnisse für Bildung“ Maßnahmen der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche.

Als Mitglieder des lokalen Bündnisses für Bildung beteiligen sich der Filmklub Güstrow mit dem Jugendklub Alte Molkerei, die Schule an der Ahornpromenade, die Inselseeschule, der Güstrower Wildpark und zum erstem Mal auch die Regionale Schule „Richard Wossidlo“. Der Filmklub ist dabei der betreuende Partner vor Ort.


Fledermäuse und Biber erforschen


Rund um das Thema Umwelt können die Kinder ihre eigenen Ideen einbringen. „Die Themen sind weit gefasst, damit die Kinder auch mitbestimmen können“, erklärt Heike Mittelstädt, Leiterin des Jugendklubs Alte Molkerei. Bei der Vorbereitung der Dreharbeiten erhalten sie fachliche Unterstützung vom Wildpark, vom Naturschutzbund und auch vom Kinder-Jugend-Kunsthaus. „Diese helfen z. B. bei der Recherche zu bestimmten Tieren“, so Mittelstädt.

Mit reichlich Technik ausgerüstet geht es dann ein- bis zweimal in der Woche auf Erlebnis- und Forschungstour. Dieses Jahr werden unter anderem die Fledermäuse und Biber entlang der Nebel erforscht und gefilmt. Dazu machen sich die vier bis fünf Filmtrupps sogar mit Kanus und Paddeln auf den Weg. Unterwegs sollen dann viele beeindruckende Aufnahmen der Region entstehen. Bei dem Vorhaben stehen den Kindern auch professionelle Filmmacher zur Seite, die sie beispielsweise bei einer Trickfilmgestaltung unterstützen.

Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatte es ein gemeinsames Filmprojekt des Bündnisses für Bildung gegeben. Nach dem Zusammenschluss der Bündnispartner vor drei Jahren, wurde 2013 das Projekt „Wölfe filmen im Natur- und Umweltpark“ durchgeführt und sogar im „Schüler staunen...“-Landeswettbewerb ausgezeichnet. Vergangenes Jahr stand dann die Güstrower Musikszene im Mittelpunkt der Dreharbeiten. Im Mai hat sich das Güstrower Bündnis zum zweiten Mal mit seinen Filmen auf der Jahrestagung des Bundesverbandes Jugend und Film vorgestellt.

Die Ergebnisse der diesjährigen Filmarbeit sollen zunächst Ende Oktober in der Schule an der Ahornpromenade für Schüler, Eltern und alle Beteiligten gezeigt werden. Eine Präsentation für die Öffentlichkeit folgt dann etwas später.

Marie von Berg

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