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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 17:06 Uhr

Jugendklubs Güstrow : Jugendarbeit läuft rund

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Beide Jugendklubs sowie das mobile Angebot des Filmklubs Güstrow stehen gut da – Bedarf, Nachfrage und Ideen sind nach wie vor ungebrochen.

von
erstellt am 09.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Nach der Schließung des Jugendhauses in der Rostocker Straße Anfang 2014 – damals durch den Internationalen Bund (IB) betrieben – waren zahlreiche Jugendliche auf und rund um den Distelberg „heimatlos“ geworden. Damals ging der Filmklub Güstrow als neuer Träger in die Offensive, löste sich von der Idee einen weiteren neuen Standort zu eröffnen, sondern fokussierte sich auf die mobile Jugendarbeit in der Nordstadt. Zusammen mit der Arbeit in den beiden Jugendklubs Alte Molkerei und Südstadtklub bis heute offenbar ein erfolgreiches Konzept. Rund 160 Kinder und Jugendliche werden insgesamt durchschnittlich betreut.

Heike Mittelstädt, Leiterin des Jugendklubs Alte Molkerei, Anett Eggert, Südstadtklub-Leiterin und der Streetworker Piet Zimmermann blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. „Es war ein sehr schönes Jahr mit vielen Projekten und ehrenamtlichen Helfern“, resümiert Heike Mittelstädt. Insgesamt verstärkten 24 Ehrenamtler – darunter vier Jugendliche, sieben Erwachsene und 13 Vereinsmitglieder das Team der Jugendsozialarbeit. „Bei so viel Engagement von Helfern, die pädagogisch wertvolle Angebote einbrachten, blieb mir viel Zeit für soziale Arbeit: Problemlösungen herbeizuführen und andere Hilfeleistungen anzuregen“, berichtet Heike Mittelstädt weiter. Im vergangenen Jahr wurden 18. Sendungen Jugendradio ausgestrahlt, ein Kindermusical zur Aufführung gebracht und drei Konzerte – darunter erstmals auch der Scheunenrock in Lohmen – durchgeführt. Eine zweite Auflage des Konzerts mit vier regionalen Bands ist bereits für den 8. April in der Planung. Die Themen Tanz und Musik und die damit verbundenen Medien stehen in der Alten Molkerei auch 2017 im Fokus. „Wir experimentieren mit dem Medium Film in kurzen Beiträgen – zum Beispiel einem Musikvideo“, gibt Heike Mittelstädt einen Vorgeschmack.


Englisch-Tag im Südstadtklub


„Im Südstadtklub haben wir 2016 alle bestehenden Angebote erhalten, aktualisiert und weiterentwickelt. Außerdem haben wir den Kreativbereich um einen Nähkurs erweitert – der wird super angenommen“, resümiert Klubleiterin Anett Eggert. Zum MV-Tag bekamen die Kinderreporter des Klubs die Möglichkeit neben Bürgermeister Arne Schuldt auch Ministerpräsident Erwin Sellering zu interviewen. „Das war schon toll“, sagt Anett Eggert weiter. Zudem bekam die klubeigene Wüstenrennmaus Dexter neben einem neuen Domizil auch eine eigene Homepage. „Und wir haben uns über vier Monate hinweg unter dem Motto ,Ich bin ich und wir sind wir‘ mit dem Thema Pubertät und Selbstfindung beschäftigt“, fügt Eggert an.

Für 2017 plant die Jugendklubleiterin zwei große Projekte. Direkt nach den Ferien starte ein Amerika-Projekt. Das ganze Jahre werde sich alles um Amerika drehen, auch einen englischsprachigen Tag werde es geben. Klebezettel mit den Vokabeln sollen beim Spracherwerb helfen. „Am Ende wird wohl der ganze Südstadtklub aus gelben Zetteln bestehen“, sagt Anett Eggert scherzhaft und fügt hinzu: „Wir werden dann auch auf Englisch ans Telefon gehen – nicht, dass die Anrufer sich wundern.“ Von April bis November werden die Jugendlichen außerdem am Projekt „Zeitensprünge“ des Landesjugendrings teilnehmen. „In Zusammenarbeit mit Landtagspolitiker Philipp da Cunha und Martin Krüger vom DRM-Tonstudio, wird ein Hörbuch zum Thema ,Auf den leisen, lauten, kreativen und nachdenklichen Spuren Ernst Barlachs‘ entstehen“, verrät Anett Eggert.


Mobile Jugendarbeit mit drei Schwerpunkten


Streetworker Piet Zimmermann kümmert sich indes um die mobile Jugendarbeit. Schwerpunkte seiner Arbeit sind der Club in der Langen Stege, der Spielplatz im Bärstämmweg und das wöchentliche Fußballangebot in der Nordstadt in Kooperation mit dem Leuchtturm. Für 2017 plant der Erzieher ein Projekt zur Unterstützung von Binnenflüchtlingen in der Ukraine gemeinsam mit der Domgemeinde, der Landeskirchlichen Gemeinschaft und den Kindern des Filmklubs.

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