Jugend forscht : Jugend forscht zu Umweltfragen

Billy Schulze, Nele Sattler, Paul Kruse, Annika Langer und Valentina Prange (v.l.) aus dem Güstrower Brinckmangymnasium schauen sich bei der Messe „Jugend forscht“ in Rostock ein Projekt zur Energiewende an. Vielleicht sind sie mit ihren Arbeiten beim nächsten Schülerwettbewerb dabei.
Billy Schulze, Nele Sattler, Paul Kruse, Annika Langer und Valentina Prange (v.l.) aus dem Güstrower Brinckmangymnasium schauen sich bei der Messe „Jugend forscht“ in Rostock ein Projekt zur Energiewende an. Vielleicht sind sie mit ihren Arbeiten beim nächsten Schülerwettbewerb dabei.

Güstrower Brinckmangymnasiasten arbeiten an zwei Projekten. 3. Preis für Bützower Gymnasium bei Landesausscheid.

svz.de von
17. März 2016, 21:00 Uhr

Zum 26. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ waren Schüler des Güstrower John-Brinckman-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Angela Resch in diesem Jahr noch als Kiebitze nach Rostock gefahren. „Das kann nächstes Jahr schon ganz anders aussehen, denn die Projekte, die die Schüler betreuen, haben Potenzial“, sagt Angela Resch, die die Verbindung zwischen der Schule und dem Bildungsträger Bilse hält. Im Rahmen des Innovationsnetzwerkes „Schüler auf Kurs für MV“ betreut Bilse insgesamt 35 Projekte in neun Schulen des Landkreises und der Hansestadt Rostock. „Die besten Projekte nehmen am Landesausscheid Jugend forscht teil. In diesem Jahr waren es insgesamt 29 Projekte aus 15 Schulen Mecklenburg-Vorpommerns, darunter 16 Projekte, die von uns betreut wurden“, sagt Bilse-Mitarbeiterin Conny Eigler. Davon errangen zahlreiche Gruppen Auszeichnungen, wie Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Bützow, die sich über einen 3. Preis bei „Jugend forscht“ freuen durften.


Güstrower untersuchen Bienensterben


So weit sind die beiden Projektgruppen aus dem Brinckmangymnasium noch nicht. „Beide haben ja erst zu Beginn des Schuljahres angefangen. Da steht zunächst das Studium von Grundlagen im jeweiligen Fachgebiet an“, sagt Angela Resch. So absolvieren Billy Schulze, Nele Sattler und Annika Langer aus der 9. Klasse denn auch erst einmal einen Grundkursus in Programmierung. „Unser Ziel ist es, später eine App für ein Lernspiel zu entwickeln“, sagt Billy Schulze. Ein wichtiges Projekt haben sich Valentina Prange, Paul Kruse und Leoni Nitzsche auf die Fahnen geschrieben. Sie sind ebenfalls erst im September gestartet und wollen Untersuchungen zum Bienensterben anstellen. Die kalte Jahreszeit haben sie genutzt, um sich theoretisch in die Materie einzuarbeiten. Auch eine Umfrage unter den 7. bis 11. Klassen haben sie gestartet, um zu erfahren, was ihre Schulkameraden über das Thema wissen. „Die Antworten werten wir jetzt aus. Als nächsten Schritt wollen wir Kontakte zu Imkern in der Region knüpfen“, kündet Valentina Prange an. Während „Jugend forscht“ für die Bienen-Forscher noch eine ferne Option ist, wollen sie sich mit ihrem Projekt in diesem Jahr am Wettbewerb des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) „Schüler staunen“ beteiligen.

Am Bützower Geschwister-Scholl-Gymnasium ist die Freude groß. Hannes Block, Johannes Uebel und Ludwig Ulrich erreichten mit ihrem Projekt „Mikroplastik – nur ein Problem der Meere?“ einen 3. Platz bei „Jugend forscht“. Den Schülern gelang der Nachweis, dass sich kleinste Plastikteilchen auch in der Warnow und im Bützower See finden lassen. „Mikroplastik-Partikel haben eine hohe Bindungsaffinität zu Schadstoffen wie TNT, was als Pestizid verwendet wird. Dadurch können sie über die Fische auch in die Nahrungskette der Menschen gelangen“, weiß Johannes Uebel. Sie machen in ihrem Projekt, das von Bilse-Mitarbeiter Peter Schmedemann betreut wird, auch Vorschläge, wie diese Mikroplastik-Partikel herausgefiltert werden können.

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