Güstrower Türenkalender : Jürgen Höhnkes Idee mit Sorgfalt umgesetzt

Barbara Möller präsentierte Sonnabend im Kreise von Interessenten den Kalender „Güstrower Haustüren 2016“.
Barbara Möller präsentierte Sonnabend im Kreise von Interessenten den Kalender „Güstrower Haustüren 2016“.

Zehnter und letzter Kalender mit Güstrower Haustüren von Barbara Möller und Uwe Seemann herausgegeben

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23. März 2015, 06:00 Uhr

Die meisten Besucher, die Sonnabend zur Präsentation des zehnten Haustüren-Kalenders in die Buchhandlung „Welt im Buch“ gekommen waren, wollten ein Exemplar der nun beendeten Reihe bekommen. Begründet hatte die Darstellung Güstrower Haustüren in Kalenderform der Denkmalpfleger Jürgen Höhnke. Ihm waren die wertvollen Eingangspforten der Barlachstadt immer ein Herzensanliegen. Seinem Plan, zehn Kalender herauszugeben, setzte der Tod im Jahr 2013 ein Stoppzeichen. Barbara Möller, gebürtige Güstrowerin, und Uwe Seemann vollendeten sein Werk jetzt mit Sorgfalt und großem Engagement.

„Die neun vorherigen Kalender behandeln jeweils eine Stilepoche. In der zehnten Ausgabe sollten die schönsten Haustüren erscheinen. In seinen letzten Lebenstagen hat Jürgen Höhnke die dafür vorgesehenen Türen noch ausgesucht“, erinnert sich Barbara Möller. Als Referenz an den Denkmalpfleger hatten die Herausgeber die Präsentation des Kalenders für 2016 in die Nähe seines Geburtstags gelegt. Am 17. März hätte Jürgen Höhnke seinen 80. Geburtstag feiern können.

Barbara Möller und Uwe Seemann mussten für den Kalender einige Recherchearbeit leisten. Im Stadtarchiv fanden sie eine Dokumentation von Christel Sievert zur Geschichte der Türen- und Fensterproduktion in Güstrow. Darin ist z.B. erwähnt, dass 1876 der kleine Handwerksbetrieb „Sägewerk und Zimmerei, Max Dettmann“ gegründet wurde. Daraus ging die Firma „H. Böckmann & Co“ hervor, in der ab 1906 mit schwedischen Spezialmaschinen Fenster und Türen hergestellt wurden. Erinnert wird im Vorwort auch an die Güstrower Türenwerke, die nach Insolvenz erst im vergangenen Jahr aus dem Handelsregister gestrichen wurden.

Viel Recherche war auch für die im Kalender abgebildeten Türen nötig. So sind auf der Rückseite Angaben zu Besonderheiten, zur Geschichte und zum Stil der jeweiligen Pforte sowie oft auch zu den Häusern vermerkt. Uwe Seemann hat dazu viele Details mit der Kamera festgehalten.

Der Güstrower Kalender hat Schule gemacht. Barbara Möller, die jetzt in Neustrelitz lebt, berichtete, dass in ihrer Stadt bereits drei Türen-Kalender erschienen seien.
Erwerben kann man den Kalender „Güstrower Haustüren 2016“ bei „Welt im Buch“ oder in der Güstrow-Info. Aber inzwischen gibt es mehr Sammler als Exemplare.

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