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Jubiläum : Jubiläum für die „Brinckmaner“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gegründet in Hamburg, heute Sitz in Güstrow: Die John-Brinckman-Gesellschaft e.V. beging gestern ihr 25-jähriges Bestehen

Vor 25 Jahren, am 6. Februar 1990, gründete sich in Hamburg die John-Brinckman-Gesellschaft als eingetragener Verein. Aus der Geburtsstadt Brinckmans stammende Rostocker und andere Mecklenburger, die aus verschiedenen Gründen ein neues Zuhause in den heutigen alten Bundesländern gefunden hatten, bildeten eine Literaturgesellschaft als Verein zum Zwecke der Pflege, Bewahrung, Neuentdeckung und Erforschung des Gesamtwerkes ihres Landsmanns John Brinckman mit Sitz in Hamburg. Heimatkundler, Literaten, Maler und Publizisten wurden Mitglieder des Vereins, und auf der Gründungsversammlung wurde Margarete Block-Jakobs als Hauptinitiatorin zur 1. Vorsitzenden gewählt. Sie war die Tochter des Rostocker Chronisten, Archivars und Schriftstellers Theodor Jakobs (1896-1947) und hatte dadurch eine enge Beziehung zu Brinckmans Geburtsstadt Rostock sowie zu Güstrow, dem Ort seines beruflichen und literarischen Wirkens.


Güstrower würdigten Brinckman schon länger


In Hamburg übrigens fand lediglich die Gründungsveranstaltung statt. Ab 1991 wurden alle Jahrestagungen an Wirkungsstätten John Brinckmans und an den mit ihm verbundenen Aufenthaltsorten durchgeführt. Auf der ersten Jahrestagung, 1991, in Güstrow wurde Wolfgang Siegmund aus Jürgenstorf zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Güstrower Bürger, stellvertretend für sie soll hier Günther Woese genannt werden, hatten bereits den 175. Geburtstag von John Brinckman zu einem kulturellen Ereignis der Stadt Güstrow werden lassen. Auch sie bringen sich in der neuen Gesellschaft ein. Im Jahre 2000 schließlich verlegte die Gesellschaft ihren Sitz von Hamburg nach Güstrow. Margarete Block-Jakobs, inzwischen Ehrenvorsitzende, wird zugleich aus Altersgründen von Wolfgang Siegmund als Vorsitzende abgelöst. Auch andere Funktionen im Vorstand wurden zwischenzeitlich neu besetzt. Gegenwärtig sind alle Vorstandsmitglieder in Mecklenburg-Vorpommern ansässig.


Weitere engagierte Mitstreiter gesucht


Neben den thematischen Jahrestagungen zu Werk und Leben Brinckmans gibt die Brinckman-Gesellschaft Publikationen heraus. Hervorzuheben seien hier das „Brinckman-Lesebuch“ und der Band „Plattdütsch Blomengarden“, herausgegeben von Margarete Block-Jakobs und Margareta Zdrenka, aber auch die Brinckman-Briefe, von denen es bereits 20 Ausgaben gibt. Margarete Block-Jakobs hatte beim Güstrowbesuch im Jahre 2007 ein Brinckman-Gemälde vom Kunstmaler Adolf Jöhnssen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für das Güstrower Stadtmuseum im Gepäck. Als sie Güstrow letztmalig im November 2012 besuchte und das Brinckman-Gemälde gründlich renoviert war, übergab sie es persönlich dem Museum als Dauerleihgabe.

Zum 200. Dichtergeburtstag 2014 hat die Gesellschaft mit der Aktion „Brinckman 200“ vielfältig dazu beigetragen, sein Werk weiter zu popularisieren und sich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache, die Brinckman noch vor Reuter als Literatursprache nutzte, einzusetzen. Um diese Ziele auch weiterhin verfolgen zu können, braucht die Gesellschaft noch mehr engagierte Mitstreiter. Interessenten können Kontakt zum in Kirch Rosin wohnenden Autor aufnehmen.

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