Krakow am See : Jörnberg: Verkaufsverbot abgelehnt

Kernstück der Diskussion: die Gaststätte mit Pension am Krakower See. Sie gehört der Stadt, ist verpachtet und sanierungsbedürftig.
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Kernstück der Diskussion: die Gaststätte mit Pension am Krakower See. Sie gehört der Stadt, ist verpachtet und sanierungsbedürftig.

Mögliche Privatisierung des Filetstücks in Krakow am See nun doch möglich.

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08. September 2017, 07:30 Uhr

Gescheitert ist die Fraktion Die Linke in der Krakower Stadtvertretung mit einem Vorstoß zum Jörnberg-Areal. Per Beschluss sollte die Stadtvertretung eine mögliche Privatisierung des Grundstücks mit der Gaststätte, Freilichtbühne und Sportplatz bis mindestens zum Jahr 2030 blockieren. Ziel war es, mit solch einem Grundsatzbeschluss „Sicherheit für weitere Beschlüsse zur Sanierung des Jörnberg-Restaurants und der Freilichtbühne“ zu schaffen, hieß es in der Begründung zur Beschlussvorlage.

Fraktionsvorsitzender Christoph Küsters: „Wir müssen das Tafelsilber für die Stadt sichern. Die Kommune und auch der Pächter brauchen Planungssicherheit. Mit diesem Beschluss können wir vermeiden, dass uns Investoren das Blaue vom Himmel versprechen und das Gelände dann das Schicksal wie die benachbarte Berufsschule erleidet.“ Fraktionskollege Hannes Kremp wollte klargestellt wissen, dass solch ein Beschluss die Aufstellung eines B-Planes nicht behindern würde. „Wir würden uns aber selbst in die Pflicht nehmen, Verantwortung zu übernehmen und Ziele zu entwickeln.“

Im Umkehrschluss hieße das, argumentierte Frank Eilrich (SPD) dagegen, dass die Stadt auch für die Sanierung der Gaststätte sorgen müsste; was immerhin 400  000 Euro kosten könnte. Und, so Eilrich: „Wir brauchen Betten.“ Er wolle auch keinen Verkauf, jedoch sollte eine Erbpacht ermöglicht werden. Fraktionskollegin Stefanie Marx sprach sich dagegen aus, so etwas „übers Knie zu brechen“.

Zuvor zeigte sich die neu geschaffene Arbeitsgruppe Jörnberg, die Rederecht bekam, selbst gespalten. Wolfgang Sikora, nach einer großen, von der Linken-Fraktion initiierten Einwohnerversammlung zum Thema Jörnberg (SVZ berichtete) mit der Leitung der AG beauftragt, plädierte für den Antrag. Christian Pawelke dagegen, Sikoras Nachfolger, widersprach: „Wir würden uns potenzielle Möglichkeiten verbauen. Was ist, wenn doch einer mit einer tollen Idee kommt?“

Bei vier Befürwortern wurde der Beschluss mit sieben Gegenstimmen abgelehnt.

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