Neues Jobcafé : Job bei Tasse Kaffee finden

Teamleiterin Christina Griehm im „Job Café“ im Gespräch mit den Arbeitsuchenden Michael Rasch und Dirk Hamann. Dagmar Steinke (v. r.) vom  Arbeitgeberservice übernahm das Kaffeekochen.
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Teamleiterin Christina Griehm im „Job Café“ im Gespräch mit den Arbeitsuchenden Michael Rasch und Dirk Hamann. Dagmar Steinke (v. r.) vom Arbeitgeberservice übernahm das Kaffeekochen.

Arbeitsagentur und Jobcenter starteten Pilotprojekt „Job Café“ in Güstrow

svz.de von
26. März 2014, 06:00 Uhr

Michael Rasch und Dirk Hamann, beide Güstrower, gehörten gestern mit zu den ersten Arbeitssuchenden, die das neu eingerichtete „Job Café“ am Platz der Freundschaft 14 besuchten. Die beiden 51-Jährigen wollen in der Metallbranche arbeiten. Hamann verlor seinen Job in einem Teterower Unternehmen, weil dem ein großer Auftrag weggebrochen war. Michael Rasch zählt schon zu den Langzeitarbeitslosen. „Ich habe bei IB und Start ausgebildet. Aber jetzt fehlen einfach die jungen Leute“, sagte er. Der gelernte Werkzeugmacher besitzt den Meisterabschluss und den Ausbildungseignungsschein. Über das Bilse-Projekt „50 plus“ versucht er sich für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. Nun will er auch regelmäßig das „Job-Café“ besuchen. „Ich nutze jede Chance, um wieder als Lehrausbilder in der Metallbranche Fuß zu fassen“, bestätigte er.

Das „Job-Café“ ist ein Pilotprojekt der Arbeitsagentur und des Jobcenters. Jeden zweiten und vierten Dienstag ist es von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Bei einer Tasse Kaffee können sich die Arbeitssuchenden von Mitarbeitern des Teams Arbeitgeberservice beraten lassen, am Laptop selbst nach Stellen suchen oder die ausgehängten Arbeitsangebote studieren. „Im Markt ist eine große Bewegung. Ende Februar hatten wir in der Güstrower Region 212 offene Stellen im Bestand des gemeinsamen Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter. Es lohnt sich also, immer mal vorbei zu schauen“, warb Christoph Möller, Leiter der Rostocker Agentur für Arbeit. Er betonte, dass die Idee zum „Job Café“ von den Güstrower Kollegen stamme. „Wir haben sie für unsere Verhältnisse angepasst, denn in anderen Orten gibt es schon ähnliche Einrichtungen“, so Teamleiterin Christina Griehm. Wenn sich das Pilotprojekt in Güstrow bewährt, soll es auch auf andere Städte ausgedehnt werden.

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