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Gesundheit : Jetzt ist Zeit für den Grippeschutz

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Noch naht die Grippewelle nicht, doch Gesundheitsamtsleiterin Kristin von der Oelsnitz rät jetzt zur Impfung gegen die Influenza.

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erstellt am 30.Okt.2015 | 07:28 Uhr

Es wird gehustet und geniest. „Wir beobachten gerade eine sehr hohe Anzahl von akuten Infektionen der oberen Atemwege“, sagt Dr. Kristin von der Oelsnitz. Dabei handle es sich um Erkältungskrankheiten. Eine Grippewelle gebe es derzeit nicht und sie sei auch noch nicht in Sicht, betont die Leiterin des Gesundheitsamtes im Landkreis Rostock. „Bislang gibt es landesweit noch keine Nachweise der Influenza landesweit“, sagt Kristin von der Oelsnitz und fügt hinzu: „Das ist auch momentan nicht zu erwarten. Der Höhepunkt der Grippeerkrankungen liegt im Februar und März und geht etwa bis April.“

Die saisonale Influenza, bekannter als Virusgrippe, führt in den Wintermonaten regelmäßig zu Erkrankungswellen. Waren es in der Grippesaison 2013/14 139 nachgewiesene Fälle in MV, sind es in der vergangenen Saison stattliche 2348 nachgewiesene Infektionen gewesen, gibt von der Oelsnitz einen Einblick in die Statistik. „Das lässt sich immer sehr schlecht prognostizieren. Tatsache ist aber, dass eine Virusgrippe keine schöne Erfahrung für die Betroffenen ist und eine Impfung einen guten Schutz davor bietet“, erklärt die Gesundheitsamtsleiterin.

Bestenfalls solle die Grippeschutzimpfung jetzt – im Oktober oder November – erfolgen, rät die Medizinerin. Sie wird sowohl durch den Hausarzt als auch durch den Amtsärztlichen Dienst des Landkreises realisiert. „Die Nachfrage nach der Impfung ist schon jetzt sehr hoch und das ist auch gut, denn der Impfschutz braucht zehn bis 14 Tage, bis er vollständig aufgebaut ist“, sagt von der Oelsnitz. Da die Viren sich häufig verändern, müsse jährlich mit einem aktualisierten Impfstoff geimpft werden. Die zur Verfügung stehenden Grippeimpfstoffe sind der aktuellen, von der Weltgesundheitsorganisation WHO prognostizierten Viruszirkulation angepasst. „Die Impfstoffe haben einen hohen Reinheitsgrad und sind deshalb sehr gut verträglich und nebenwirkungsarm“, versichert die Gesundheitsamtsleiterin.

Risikogruppen sollten sich impfen lassen

Da es sich hierbei um einen sogenannten Totimpfstoff handele, sei er auch für Schwangere unbedenklich. Sie gehören, so die Expertin, zu den empfohlenen Indikationsgruppen. „Das sind Personengruppen, denen eine Impfung empfohlen wird. Dazu gehören beispielsweise alle Menschen über 60 Jahren, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetes, Leber- und Nierenerkranungen, Krebserkrankungen, allgemein Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und eben Schwangere, die ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben“, sagt von der Oelsnitz. Auch Berufsgruppen, die naturgemäß mit vielen Menschen in Kontakt kommen – darunter Erzieher, Lehrer, medizinisches Personal und aktuell auch Helfer in Flüchtlingsunterkünften – sollten sich impfen lassen, rät die Ärztin.

Insgesamt gelten natürlich die allgemeinen Grundregeln: gesunde Ernährung, viel Bewegung an frischer Luft sowie gründliches und regelmäßiges Händewaschen. Wer sich impfen lassen möchte, sollte gesund sein. Durch die gute Verträglichkeit des Impfstoffs, sei höchsten mit einer erhöhten Müdigkeit und Abgeschlagenheit an den ein bis zwei Tagen nach dem Impfen zu rechnen, erklärt Kristin von der Oelsnitz.

Gegen einfache Erkältungskrankheiten und grippale Infekte – landläufig fälschlicherweise als Grippe bezeichnet – hilft übrigens keine Impfung.

 

 

 

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