SVZ-Sommertour : „Jeder Fleck muss weg!“

Christiane Köster versucht sich an der Trockenwäsche-Legemaschine. Renate Rickmann und Willi Holst begutachten das.
Christiane Köster versucht sich an der Trockenwäsche-Legemaschine. Renate Rickmann und Willi Holst begutachten das.

SVZ-Leser besuchten gestern in der Sommertour die Textilreinigung Güstrow. Reinigungs- und Wäschegang dauert vier Stunden.

svz.de von
20. August 2016, 12:00 Uhr

„Haben Sie einen Werbespruch, z.B. ,Jeder Fleck muss weg!’“, wollten SVZ-Leser gestern in der Textilreinigung Güstrow wissen. Sie war die vierte Station der SVZ-Sommertour. Michael Trost, zusammen mit Gabriele Rieck Gesellschafter und Geschäftsführer, verneinte, fand die Idee aber gut. Denn letztlich geht es um saubere Wäsche, wenn sie nach dem Reinigungs- oder Waschgang nach vier Stunden alle Stationen durchlaufen hat und fein säuberlich sortiert aufs Abholen wartet.


Neue Arbeitsstrecke für Hemden geplant


Und tatsächlich: Die 24 Beschäftigten kommen fast jedem Schmutz oder Fleck auf die Schliche. „Schwer wird es für uns nur bei Metallabrieb oder bei Straßenschmutz. Auch einige Farben sind hartnäckig“, weiß Michael Trost. Metallabrieb gelange z.B. beim Polieren von Besteck in die Fasern und setze sich dort fest, erklärte er. „Aber das sind Ausnahmen. Das Gros der Wäsche wird sauber. Zu 99 Prozent garantieren wir außerdem Viren- und Bakterienfreiheit, weil wir mit Gesundheitswaschverfahren mit hohen Hürden des Umweltschutzes ökologisch arbeiten“, bekräftigte Trost.

In der Textilreinigung, erfuhren die Leser, werden im Schnitt täglich drei Tonnen Wäsche gereinigt und gewaschen. Den größten Teil mit 90 Prozent nimmt das Waschen ein. Die meiste Wäsche – 95 Prozent – wiederum durchläuft „Tine“. So haben die Mitarbeiter ihre große Waschmaschine getauft.

Trotzdem gibt es immer mal eine Situation, in der man sich entscheiden muss: reinigen oder waschen? Christiane Köster aus Güstrow warf die Frage auf, wenn man z.B. ein Hochzeitskleid wieder wie neu machen lassen will. Michael Trost meinte, dass das individuell je nach Material und Stoff entschieden werden müsse. Da hätten die Mitarbeiter sehr viel Erfahrung und könnten Rat geben, so Trost.

Die Kunden der Textilreinigung Güstrow, zu 90 Prozent Hotels, Pensionen und Gaststätten, kommen aus einer Region, die von Wismar entlang der Küste bis auf den Darß sowie bis Neubrandenburg, Waren/Müritz, Meyenburg, Parchim und Sternberg reicht. 40 Annahmestellen und vier Fahrzeuge, die täglich je 350 Kilometer zurücklegen, sorgen dafür, dass die Wäsche pünktlich und in sehr guter Qualität zu den Kunden gelangt. „Dieses Gebiet benötigen wir aber auch, um uns in der Konkurrenz zu den Großwäschereien zu behaupten“, berichtete Michael Trost. Dabei seien der Service, den eine kleinere Wäscherei bieten kann, aber auch kleine Preise, ähnlich wie bei den großen Anbietern, das Ziel des Betriebes. Trost: „Seit 1992 haben wir uns bis heute durchgekämpft und uns gut etabliert. Dabei ist es uns gelungen, den Kundenstamm zu festigen und zu erweitern.“ Das gelinge auch mit neuen Angeboten. „Wir haben inzwischen z.B., was viele nicht wissen, Waschverfahren für Betten.“ Als Renate Rickmann das hörte, stand für die Güstrowerin fest: „Schon demnächst bringe ich meine Federbetten in die Textilreinigung.“

Ein spezielles Angebot ist auch die Änderungsschneiderei im Haus. Trost: „Wir waschen z.B. die Bekleidung für die Mitarbeiter des Steinkohlekraftwerkes Rostock. Die muss schon einmal repariert werden.“

Wichtig sei aber auch, zu investieren, betonte Michael Trost. Bis Jahresende wird eine zweite Arbeitsstrecke für Hemden installiert. Trost: „Da kann der Kunde entscheiden, ob er das Hemd gern gepumpt, handgebügelt oder gepresst hätte.“

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