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Mosterei : Jeder bekommt den Saft von seinen Äpfeln

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Güstrower Frank Fetkenheuer verarbeitet in seiner Lohnmosterei dieses Jahr 120 000 Kilogramm Äpfel

Edeltraud und Horst Hermann aus Güstrow holten sich gestern in der Lohnmosterei von Frank Fetkenheuers Bio-Garten in der Schwaaner Straße in Güstrow 121 Flaschen Apfelsaft ab. Lothar Richter und Reinhard Arnds pressten ihn aus der Sorte „Auralia“, die im Kleingarten der Hermanns in der Anlage „Neue Zeit“ in guter Qualität und Menge herangewachsen ist. „Wir sind Stammkunden bei Herrn Fetkenheuer, weil wir hier wissen, dass wir den Saft von unseren Äpfeln bekommen“, erzählte Irmgard Hermann und stellte die 121. Flasche so ins Auto, weil sie nicht mehr in die Kisten passte. Die Herrmanns freuen sich schon, wenn sie ihren Apfelsaft trinken können. Allerdings lagern sie den Saft noch ein Jahr. „Er schmeckt, wenn er diese Zeit gestanden hat, noch viel besser“, ist ihre Erfahrung.

Frank Fetkenheuer bietet das Lohnmosten seit 2002 an. Dass jeder den Saft von seinen Äpfeln bekommt, ist sein Service. Einziger Nachteil für ihn: Er könnte sonst dreimal so viel pressen. „Aber für meine Kunden mache ich das so“, betont er. Inzwischen hat Frank Fetkenheuer zwei Pressen. „Allerdings bin ich wieder auf die Pack-Pressen und damit auf eine alte Press-Methode umgestiegen“, erklärt er. Die Band-Presse hat er eingemottet. Der Grund ist plausibel: Obwohl es mehr Arbeit macht, liefert die Pack-Presse eine bessere Qualität. „Der Trub ist nicht ganz so stark und es gibt mehr Saft“, klärt der Fachmann auf.

Sowohl die Apfelernte als auch das Mosten begannen dieses Jahr 14 Tage später, Anfang September. Beides wird sich deshalb bis Ende November hinziehen. Frank Fetkenheuer schätzt, dass er bis dahin 120 000 Kilogramm Äpfel verarbeitet. Damit werden 90 000 Flaschen gefüllt. Das Wetter der vergangenen Tage war für die Äpfel und den Saft besonders gut. „Durch kalte Nächte und warme Tage wird das Aroma der Äpfel immer besser“, weiß der Experte. Daher empfiehlt er, die Äpfel solange wie möglich am Baum zu lassen.

Die Annahme der Äpfel erfolgt montags bis sonnabends. Im Hof steht mittlerweile Kiste an Kiste, versehen mit dem Namen. Alle Kunden erhalten einen Termin. Gestern waren die Herrmanns dran. Als sie vom Hof fuhren, luden schon die nächsten ihre Flaschen ein…

 

 

 

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