Diakonie Güstrow : Jeden Tag ein warmes Mittagessen

Täglich ist Projektleiter Roland Janda in unterschiedlichen Einrichtungen der Stadt unterwegs und kocht und isst gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen.
Täglich ist Projektleiter Roland Janda in unterschiedlichen Einrichtungen der Stadt unterwegs und kocht und isst gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen.

Projekt „Kinder-Mahl-Zeit“ gibt es in dieser Form nur in Güstrow - Im vergangenen Jahr mehr als 2050 Mahlzeiten für Kinder gekocht.

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26. Februar 2018, 21:00 Uhr

Kinder in schwierigen, sozialen Verhältnissen gehen oftmals leer aus beim Mittagessen in der Schule. Doch das Güstrower Projekt „Kinder-Mahl-Zeit“ der Diakonie kämpft seit zwei Jahren dagegen an – mit Erfolg. „Im vergangenen Jahr hat sich das Projekt sehr gut entwickelt“, zieht Ronald Janda eine positive Bilanz. Es wurden mehr als 2050 Mahlzeiten in über 200 Einsätzen für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren in Güstrower Schulen und Horten gemeinsam zubereitet und verzehrt. „Auch Erzieher, Lehrer und Betreuer bestätigen, dass das Projekt gut angenommen wird und dass es in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal für Güstrow ist“, sagt der Projektverantwortliche „Kinder-Mahl-Zeit“ bei der Diakonie Güstrow.


Spenden helfen bei Projektumsetzung

Besonders in den Herbst- und Wintermonaten sei die Zahl der bedürftigen Kinder in Güstrow wieder angestiegen, so Janda. „Spenden helfen bei der Projektumsetzung. Bei unserer letzten Spendenbriefaktion kamen 6520 Euro für die ,Kinder-Mahl-Zeit’ zusammen. Außerdem unterstützte die Udo-Grüninger-Stiftung das
Projekt mit 50 000 Euro“, freut er sich. Ohne Gelder und Sachleistungen funktioniere das Projekt nicht.

Die „Kinder-Mahl-Zeit“ unterstützt in der Barlachstadt Mädchen und Jungen, die aus finanziellen Gründen nicht an der Schulspeisung teilnehmen können. Die Gründe sind vielfältig. Etliche Eltern können sich das Schulessen nicht leisten oder schaffen es nicht, soziale Förderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung zu beantragen. Andere Schüler mögen das Essen einfach nicht, ernähren sich ungesund und unausgewogen. „Manche Kinder gehen auch ohne Frühstück aus dem Haus. Dies zeigen Studien und Erfahrungsberichte von Verantwortlichen in Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen vor Ort“, sagt Janda. Das habe Konsequenzen. „Viele der Kinder ohne Schulessen sind am Nachmittag unkonzentriert und wenig belastbar.“

Die Not sei teilweise groß. Deshalb sieht Ronald Janda großen Handlungsbedarf und möchte mit der „Kinder-Mahl-Zeit“ diesen Nöten begegnen. „Unser Anliegen ist, dass jedes Kind am Schulmittagessen teilnehmen kann. Außerdem möchten wir die Kinder an eine gesunde und ausgewogene Ernährung heranführen – und sie ermuntern, abwechslungsreich zu essen“, sagt er. Dafür fährt Projektleiter Janda täglich in die unterschiedlichen Einrichtungen der Stadt und kocht und isst gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen.


Gesunde Ernährung und Lebensweise

Neben dem Aspekt des Sattwerdens verfolgt das Projekt auch die Wissensvermittlung über eine gesunde Ernährung und Lebensweise. Die „Kinder-Mahl-Zeit“ möchte Kindern Zeit zur Essensvorbereitung und zum gemeinsamen Essen geben, um ihre Esskultur positiv zu prägen. Fast spielerisch erlernen die Kinder den Umgang mit Küchengeräten und Werkzeugen, kosten Zutaten und Gewürze. „Mit der ,Kinder-Mahl-Zeit’ machen wir erlebbar, was gesunde Ernährung heißt“, erklärt Janda. Unter seiner Anleitung kochen die Kinder und Jugendlichen aus frischen Lebensmitteln Nahr- und Schmackhaftes. Dabei erfahren sie, welche Lebensmittel gesund sind und die nötigen Nährstoffe und Vitamine für eine gute Ernährung liefern.

Damit dieses Alleinstellungsmerkmal für die Barlachstadt Güstrow erhalten bleibt, ist das Projekt für den Einkauf von Lebensmitteln auf Spenden angewiesen.

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