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Airport Laage : Jahresrekord für Flughafen Laage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gesellschaft bilanziert erfolgreichstes Geschäftsjahr: Zum Jahresende 280.000 Passagiere erwartet - Kreuzfahrtzubringer als „Motor“.

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 20:45 Uhr

Das erfolgreichste Geschäftsjahr für den Flughafen Rostock-Laage steht vor dem Abschluss. Mit 280 000 Passagieren am Jahresende rechnet Verkehrsleiter Andreas Ungar. „Das sind zwölf Prozent mehr und damit wie schon 2016 ein Höchstwert in der Geschichte der Rostock-Laage-Güstrow GmbH“, sagte Ungar. Der „Motor“ für diese erfreuliche Entwicklung seien die Einwerbung von Kreuzfahrt-Passagieren, auf die das Flughafen-Management seit drei Jahren besonderes Augenmerk lege. Hinzu käme ein Schub beim Ausbau der innerdeutschen Verbindungen.

Das deutet schon die Zahl der Flugbewegungen dieser beiden „Bringer“ an, die in den ersten drei Quartalen bereits fast das Niveau von 2016 erreicht hätten. Bis zum Jahresende prognostiziert Ungar einen Anstieg der Linienflüge von 1033 im vergangenen Jahr auf mehr als 1300. Bei den Charterflügen – also die „Kreuzfahrer“ sowie Urlauber mit Germania – erwartet der Verkehrsleiter nunmehr 1389 statt 1252 Flugbewegungen im Jahr 2016 am Flughafen Rostock-Laage. Auch die Schulungsflüge der örtlichen Flugschule, also Maschinen mit weniger als 5,7 Tonnen, sollten die Marke 7250 erreichen und somit etwa 160 mehr als 2016 werden.

Diese für das Geschäftsjahr positive Tendenz hat Auswirkungen für den Bereich der Trainingsflüge. Was die Bewohner rund um den Flugplatz besonders erfreut registriert haben sollten: Die Lufthansa hat ihre Trainingsflüge mit großem Fluggerät deutlich verringert. Statt 2260 im vergangenen Jahr erwartet Ungar in diesem Jahr nur rund 800 Anflüge. Andreas Ungar erklärt den Zusammenhang: Für die Trainingsflüge benötigt die Lufthansa stabile Wetterlagen. Die gibt es in unseren Breiten – wenn überhaupt – nur im Sommer. Genau dies ist aber die Zeit der Kreuzfahrt-Urlauber. Und weil die verstärkt an den Wochenenden ein- und ausfliegen, fehlt der Lufthansa für ihre Trainingsflüge nach Laage schlichtweg ausreichend freier Raum in der Luft. „Den brauchen die Flugschüler aber dringend“, sagt Ungar, der weiß, dass die Lufthansa teilweise nach Kroatien ausgewichen ist.

Bei spektakulärer Ankündigung und an einem Tag auch ebensolcher Praxis, hatte Laages Funktion als Ausweichflughafen für Berlin-Schönefeld eher nur marginale Auswirkungen. Wegen Bauarbeiten der Nordbahn in Berlin mussten drei Monate lang wegen des Nachtflugverbotes in Berlin verspätete Easy-Jet-Flieger in Laage landen. Das waren genau 25, die zwischen 22.30 und 2 Uhr in Laage einkamen. Vier davon waren bis 0.30 Uhr wieder gestartet, die anderen ab 5 Uhr, berichtet Ungar. Der Laager Verkehrsleiter will zugleich möglichen Befürchtungen vorbauen: Wenn der Flughafen BER einmal fertig sein sollte, würden die Fluggesellschaften ihre Flugzeiten den Nacht-Sperrzeiten anpassen (was in diesem Sommer wegen der begrenzten Zeit nicht praktiziert wurde), so dass sich Verspätungen – und damit Ausweichen mit Nachtlandungen nach Laage – in sehr engen Grenzen halten würden.

Eine ähnlich erfolgreiche Entwicklung des Flugwesens in Laage erwartet der Verkehrsleiter auch für das kommende Jahr. Da stünde zunächst die Stabilisierung der etablierten Linien nach München und Stuttgart auf der Agenda. Zudem sei man in guten Gesprächen, um ab Sommer „zwei bis weitere Strecken, nach Nordrhein-Westfalen und Hessen“ einzuwerben. Ungar: „Und das möglichst mit der dauerhaften Stationierung eines entsprechenden Flugzeuges.“

Am 22. September, dies kündigte Ungar schon mal an, werde die Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH Jubiläum feiern: 25 Jahre geschäftlich organisierter ziviler Flugbetrieb am Flugplatz Laage.

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