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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 21:37 Uhr

Wokra : Jahresabschluss nur mit Zoff gebilligt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neuer Verwaltervertrag unter Dach und Fach

Der neue Verwaltervertrag der Stadt Krakow am See mit der Wohnungsgesellschaft Wokra GmbH ist unter Dach und Fach. Nachdem das Thema im April noch wegen zu kurzfristiger Vorlage von der Tagesordnung geflogen war (SVZ berichtete), verabschiedete jetzt die Stadtvertretung das Vertragswerk. Erneut wollte die CDU-Fraktion wegen angeblich nicht vollständig vorliegender Unterlagen vertagen, wurde aber überstimmt. Hintergrund für die Vertragsänderung sind die Eingemeindungen von Charlottenthal und Bellin und der damit verbundenen Übernahme von kommunalen Wohnungen in den Bestand der Stadt. Um Grunderwerbssteuer zu sparen, werden diese jedoch nicht in die Wokra überführt, sondern von der Tochterfirma der Stadt weiterhin nur verwaltet. Die Gebühren dafür steigen allerdings deutlich: um 118,23 Euro auf 332,43 Euro pro Wohneinheit in diesem Jahr.

Für Zoff in der Stadtvertretung sorgte die Verabschiedung des Jahresabschlusses der Wokra für 2013. Offenbar mit Bedacht auf einen „Knalleffekt“ in den öffentlichen Teil gehievt, stimmte die CDU-Fraktion nicht zu. Dabei wurden inhaltliche Argumente nicht angeführt. Da der Prüfer seinen Vermerk schon jahrelang machte und „Unregelmäßigkeiten“ aufgetaucht wären, könne er nicht zustimmen, meinte Nils Ruhnau. Diese Behauptung, entgegnete Bürgermeister Wolfgang Geistert (SPD), „entspricht nicht der Wahrheit“. Der Landesrechnungshof habe nichts bemängelt. Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Kleinpeter (Einzelbewerber) verwies auf die Sachlage: Mit der Billigung des Prüfberichts sei keine Entlastung der Geschäftsführung verbunden. Zudem gehe es hier um 2013 und nicht um die Jahre zuvor. Über diese werde noch gesprochen. Kleinpeter: „Nichts wird unter den Teppich gekehrt.“

 

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