zur Navigation springen

Stadtsanierung : Investor schließt Baulücken neben Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wohn- und Geschäftshäuser entstehen in Laage / Marktstraße ab morgen gesperrt

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Der Markt 8 in Laage bekommt wieder ein Gesicht. 2012 war das historische, aber völlig heruntergekommene Gebäude abgerissen worden. Jetzt startet der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses direkt neben dem Rathaus. Bauherr Mario Hey lässt gleichzeitig ein Haus in der Baulücke Marktstraße 7a errichten. Schon am Freitag wird die Marktstraße gesperrt. Ende des Jahres sollen die Mieter einziehen können.

„Am Montag beginnen die Bohrungen auf beiden Grundstücken. Dazu rückt großes Gerät an“, erklärt der Bauherr. 150 Meter tief werde gebohrt. Die Gebäude sollen nach neuesten Wärmeschutzkriterien errichtet und energiesparend über Erdwärme beheizt werden, berichtet Mario Hey. Die Marktstraße werde für die nächsten Monate gesperrt bleiben, vermutlich bis Ende Juli. Ein großer Baukran werde mitten auf der Straße stehen. Anders sei ein effektives Bauen zu beiden Seiten der engen Straße kaum möglich.

„Für den Markt 8 sind ein Einzelhandelsgeschäft im Erdgeschoss, zwei Zweizimmerwohnungen im Obergeschoss und eine Dreizimmerwohnung im Dachgeschoss vorgesehen“, informiert der Bauherr. Für die Wohnungen gebe es bereits Interessenten, fügt er hinzu. Auch in der Marktstraße 7 a sollen neben einer Gewerbeeinheit im Erdgeschoss je zwei Zweizimmerwohnungen in den beiden Obergeschossen vermietet werden. Für alle Wohnungen seien Balkone vorgesehen. „Die Wohnungen sind modern und hell konzipiert“, betont der Bauherr. Außerdem werden auf beiden Grundstücken Parkplätze eingerichtet.


Arbeiten an Fundamenten ab 7. März


Nach den Bohrungen ab der nächsten Woche sieht der Zeitplan den Baubeginn für die Fundament am 7. März vor. Diese Arbeiten werden Archäologen, die möglich historische Funde – direkt am Markt nicht unwahrscheinlich – sichern werden, begleiten.

„Ich denke, dass die beiden Häuser das Aussehen des Stadtkerns aufwerten und das städtische Leben positiv beeinflussen“, sagt Mario Hey, der mit seinem Projekt eine eher längere Geschichte des Marktes 8 zu Ende führt. Dabei ging es über Jahre um Kauf und Verkauf. Privatleute und die Stadt spielten dabei ihre Rollen. Derweil verfiel das denkmalgeschützte Haus aus dem 18. Jahrhundert. Mario Hey hatte 2012 eine Ruine mit Abrissgenehmigung gekauft und dann die Errichtung eines Bürogebäudes, das er an die Stadt vermietet hätte, geplant. Für den Fall sollte die Fläche an der Marktstraße 7 a als Parkplatz dienen. Hatte die Stadt zunächst Interesse signalisiert, war letztendlich nichts aus dem Vorhaben geworden. So hatte der Bauherr, der auch schon in Kobrow und Güstrow Häuser baute bzw. sanierte, seinen ursprünglichen Gedanken, Wohn- und Geschäftshäuser zu errichten, wieder aufgegriffen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen